DokfestEducation

Die Förderung von Nachwuchsfilmemacher*innen ist ein besonderes Anliegen des Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes, welches im Bereich DokfestEducation seinen Ausdruck findet.

Expert*innenwissen vermitteln, neue Entwicklungen aufnehmen und kritisch diskutieren, Kontakte knüpfen und netzwerken – das sind die Ziele von DokfestEducation. Diese Sektion des Kasseler Dokfestes umfasst die Reihe Hochschulportraits und den Hessischen Hochschulfilmtag (HHFT), welcher in Zusammenarbeit mit der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) und der Klasse Film und Bewegtes Bild der Kunsthochschule Kassel stattfindet. Im Hochschulporträt bietet das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest ausgewählten Hochschulen und Kunstakademien eine Plattform, um sich und ihr Profil sowie eigene, aktuelle Filmproduktionen vorzustellen. Mit dem Hochschulportrait möchte das Kasseler Dokfest dem Filmnachwuchs die Möglichkeit geben, sich über das Angebot an europäischen Hochschulen und Kunstakademien zu informieren.

Des Weiteren stellt DokfestEducation einen europäischen Verleih sowie ein internationales Filmfestival vor. Damit wird interessierten Zuschauer*innen die Gelegenheit gegeben, sich neben den strukturellen auch mit inhaltlichen Aspekten der kuratorischen (Film)Arbeit zu beschäftigen: Welche Überlegungen spielen bei der Auswahl für ein Verleihprogramm eine Rolle? Wie transportiert ein Festival sein inhaltliches Profil? Wie reagiert ein Filmfestival bzw. eine Distribution auf Veränderungen der Produktions- bzw. Präsentationsbedingungen?


Die hFMA

Die hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) unterstützt den HHFT maßgeblich. Als Lehr-, Forschungs- und Produktionsverbund eigenständiger Hochschulen ist es das zentrale Anliegen des Netzwerkes hFMA, das breite Spektrum der Film- und Medienstudiengänge in Hessen zu vernetzen und synergetischen Mehrwert zu schaffen. Mit neuen Ideen und in unterschiedlichen Kooperationen verwirklicht die hFMA dieses Anliegen in unterschiedlichen Projekten – wie dem HHFT.

www.hfmakademie.de


Der Hessische Hochschulfilmtag ist eine interne Veranstaltung für geladene Fachbesucher*innen und akkreditierte Festivalgäste. Beim Hessischen Hochschulfilmtag (HHFT) präsentieren die vier hessischen Hochschulen mit Filmausbildung eine Auswahl ihrer aktuellen und besten Spiel-, Trick-, Experimental- und Dokumentarfilmarbeiten.

Zudem besteht die Möglichkeit, neue Filmideen durch Pitches dem Publikum aus der Filmbranche zu präsentieren.

Ziel des HHFT ist es, einen Kontakt zwischen hessischen Studierenden sowie Absolvent*innen und der Film- und Fernsehbranche herzustellen, um eine zukünftige Zusammenarbeit zu fördern.

Dafür lädt der HHFT jedes Jahr gezielt Redakteur*innen, Produzent*innen, Festivalleiter*innen und Verleiher*innen sowie Mitglieder diverser Brancheninstitutionen ein. Die Fachbesucher*innen und Professor*innen treffen nach der Sichtung des Programms eine Vorauswahl für die HESSEN TALENTS, einem Projekt der hFMA, welches auf dem European Film Market der Berlinale vorgestellt wird.

Um den Austausch beim HHFT zu intensivieren, sind nicht nur die Studierenden selbst aufgefordert sich und ihre Projekte zu präsentieren. Auch die Fachbesucher*innen bekommen die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen und in diesem Zusammenhang neue Kontakte zu knüpfen. Zudem erhalten alle Besucher*innen die Möglichkeit, den Studierenden ein gezieltes Feedback zu ihren Projekten zu geben.

Der HHFT wird unterstützt vom Kasseler Dokfest, der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) und der Kunsthochschule Kassel.

Er wird von Studierenden der Klasse Film und Bewegtes Bild (Prof. Jan Peters/Anna Berger) der Kunsthochschule Kassel organisiert, gestaltet und durchgeführt.


Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest präsentiert seit 2014 jährlich einen renommierten europäischen Film- und Medienverleih. Dabei sollen strukturelle sowie inhaltliche Aspekte der kuratorischen Tätigkeit einen Diskussionsraum finden. IWir freuen uns, in diesem Jahr Filmform aus Schweden zu präsentieren.

Filmform widmet sich der Erhaltung, Förderung und weltweiten Verbreitung schwedischer experimenteller Film- und Videokunst. 1950 gegründet, ist es die älteste existierende Organisation ihrer Art in Schweden und wird häufig als Beraterin für Museen, Galerien, Universitäten und Festivals engagiert. Die sich ständig erweiternde Sammlung reicht von 1924 bis zur Gegenwart und umfasst Werke der bedeutendsten schwedischen Künstler*innen und Filmemacher*innen im Bereich des bewegten Bildes.


Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest präsentiert seit 2014 jährlich ein internationales Filmfestival, um den Brückenschlag zu anderen Festivals zu dokumentieren, die mit einer ähnlichen Ausrichtung und mit der gleichen Leidenschaft ihre Programme zusammenstellen.

OK.Video – Indonesia Media Arts Festival ist eine alle zwei Jahre stattfindende Medienkunstveranstaltung unter der Leitung von OK.Video, eine Abteilung von ruangrupa. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2003 ist das Festival bestrebt, die Entwicklung der Medientechnologie, die die Perspektive und das Verhalten der Menschen gegenüber ihrer Umgebung verändert hat, zu beobachten, aufzuzeichnen und zu studieren. Neben dem alle zwei Jahre stattfindenden Festival ist OK.Video in weiteren Bereichen aktiv, darunter Produktion, Dokumentation, Forschung, Archiv, Workshops und Vertrieb von indonesischen Medienkunstwerken.


Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest stellt – unabhängig von den aus dem regulären Programm ausgewählten Arbeiten – jedes Jahr eine Filmhochschule aus dem europäischen Ausland vor. Hierzu werden einige der Studierenden der jeweiligen Hochschule zusammen mit ihren Professor*innen nach Kassel eingeladen und präsentieren ihre aktuellsten Arbeiten. Die im Anschluss an die Screenings stattfindenden Diskussionen geben dem Publikum die Möglichkeit sowohl mit den Dozent*innen als auch mit dem filmischen Nachwuchs ins Gespräch zu kommen und so mehr über den europäischen Film, aber auch zu Lehrmodellen an Filmhochschulen des europäischen Auslandes zu erfahren. Zudem bietet das Hochschulportrait die Möglichkeit, für beide Seiten wichtige Kontakte zu knüpfen.

In diesem Jahr haben wir uns dazu entschieden, das erste Mal seit 15 Jahren wieder eine deutsche Filmhochschule zu präsentieren. Das Hochschulporträt der 37. Festivaledition ist der filmArche Berlin gewidmet, an der die Rollen von Lehrenden und Studierenden ihre Trennschärfe verlieren und sich kein klassisches Hochschulkonzept findet. Das besondere an der Berliner Filmhochschule ist, dass sie als eingetragener Verein demokratisch, transparent und partizipativ organisiert ist. Die Studierenden der filmArche organisieren ihren Unterricht selbst, arbeiten in Gremien und Komitees und laden zu selbstgewählten Schwerpunkten Dozent*innen von außen zu sich ein. Die filmArche ist eine Alternative zu staatlichen Filmhochschulen und kommerziellen Weiterbildungsangeboten, für die eine selbstbestimmte, aktive Wissensaneignung und das entsprechende Umfeld elementar sind. Darüber hinaus öffnet sich die filmArche regelmäßig für externe Filminteressierte.

Bisherige Hochschulportraits: 2011 die Film- und Fernsehfakultät der Akademie der musischen Künste (Prag / Tschechien), 2012 die Haute école d‘art et de design (Genf / Schweiz), 2013 die Akademie der schönen Künste (Wien / Österreich), 2014 die Accademia di Belle Arti (Palermo/ Italien), 2015 die Helsinki Metropolia University of Applied Sciences (Finnland) und 2016 das Sandberg Instituut (Amsterdam/ Niederlande), 2017 Akademija scenskih umjetnosti Sarajevo (ASU) (Akademie für Darstellende Künste Sarajewo), 2018 Hochschule Luzern Design & Kunst, 2019 Ecole Supérieure d'Art Pays Basque, Biarritz


Die Reihe „Profis Plaudern Praxis“ wird seit 2010 in Kooperation mit der hessischen Film-und Medienakademie (hFMA) durchgeführt. Die Sektion versteht sich als Plattform für die Weiterbildung von Film- und Medienschaffenden. In Vorträgen und Workshops vermitteln Expert*innen fundiertes Praxiswissen und setzen sich mit neuen Entwicklungen in der Branche auseinander.