DokfestEducation

Die Förderung von Nachwuchsfilmemacher*innen ist ein besonderes Anliegen des Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes, welches im Bereich DokfestEducation seinen Ausdruck findet. 

Expert*innenwissen vermitteln, neue Entwicklungen aufnehmen und kritisch diskutieren, Kontakte knüpfen und Netzwerken – das sind die Ziele von DokfestEducation. Mit dem Hochschulporträt 2021 richteten wir unseren Blick auf die hessische Hochschullandschaft. Das Vorhaben „HAB – Hessen Abschlussförderung: Projekt-Förderung für künstlerische und gestalterische Studien-Abschlussarbeiten in zeitbasierten Medien und Bewegtbild“ bringt neuen Wind in die Förderlandschaft.

Des Weiteren stellt DokfestEducation internationale Verleihe vor. Damit wird interessierten Zuschauer*innen die Gelegenheit gegeben, sich neben den strukturellen auch mit inhaltlichen Aspekten der kuratorischen (Film)Arbeit zu beschäftigen. Welche Überlegungen spielen bei der Auswahl für ein Verleihprogramm eine Rolle? Der renommierte Verleih „Square Eyes“ präsentierte ein vielfältiges Programm unter dem Titel „Hör auf zu träumen und steig ein“. Profis Plaudern Praxis XIII / PraxisDokfest griff das letztjährige Thema auf setzte sich – in einer Fortsetzung – mit Vermarktungsstrategien im Zeitalter von Streaming und Online-Festivals auseinander. Einführende Vorträge sowie Referent*innen in Einzelgesprächen gaben Hilfestellungen rund um die Fragestellung nach der Verwertbarkeit von Filmen und einer immer unübersichtlicheren Medienlandschaft.  

Die hFMA

Die hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) unterstützt den HHFT maßgeblich. Als Lehr-, Forschungs- und Produktionsverbund eigenständiger Hochschulen ist es das zentrale Anliegen des Netzwerkes hFMA, das breite Spektrum der Film- und Medienstudiengänge in Hessen zu vernetzen und synergetischen Mehrwert zu schaffen. Mit neuen Ideen und in unterschiedlichen Kooperationen verwirklicht die hFMA dieses Anliegen in unterschiedlichen Projekten – wie dem HHFT.

www.hfmakademie.de


Der Hessische Hochschulfilmtag ist eine interne Veranstaltung für geladene Fachbesucher*innen und akkreditierte Festivalgäste. Beim Hessischen Hochschulfilmtag (HHFT) präsentieren die vier hessischen Hochschulen mit Filmausbildung eine Auswahl ihrer aktuellen und besten Spiel-, Trick-, Experimental- und Dokumentarfilmarbeiten.

Zudem besteht die Möglichkeit, neue Filmideen durch Pitches dem Publikum aus der Filmbranche zu präsentieren.

Ziel des HHFT ist es, einen Kontakt zwischen hessischen Studierenden sowie Absolvent*innen und der Film- und Fernsehbranche herzustellen, um eine zukünftige Zusammenarbeit zu fördern.

Dafür lädt der HHFT jedes Jahr gezielt Redakteur*innen, Produzent*innen, Festivalleiter*innen und Verleiher*innen sowie Mitglieder diverser Brancheninstitutionen ein. Die Fachbesucher*innen und Professor*innen treffen nach der Sichtung des Programms eine Vorauswahl für die HESSEN TALENTS, einem Projekt der hFMA, welches auf dem European Film Market der Berlinale vorgestellt wird.

Um den Austausch beim HHFT zu intensivieren, sind nicht nur die Studierenden selbst aufgefordert sich und ihre Projekte zu präsentieren. Auch die Fachbesucher*innen bekommen die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen und in diesem Zusammenhang neue Kontakte zu knüpfen. Zudem erhalten alle Besucher*innen die Möglichkeit, den Studierenden ein gezieltes Feedback zu ihren Projekten zu geben.

Der HHFT wird unterstützt vom Kasseler Dokfest, der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) und der Kunsthochschule Kassel.

Er wird von Studierenden der Klasse Film und Bewegtes Bild (Prof. Jan Peters/Anna Berger) der Kunsthochschule Kassel organisiert, gestaltet und durchgeführt.

Hessischer Hochschulfilmtag – Impressionen


Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest präsentiert seit 2014 jährlich einen renommierten europäischen Film- und Medienverleih. Dabei sollen strukturelle sowie inhaltliche Aspekte der kuratorischen Tätigkeit einen Diskussionsraum finden. Wir freuen uns, dieses Jahr Square Eyes aus Wien zu präsentieren.

Square Eyes ist eine Vertriebs- und Festivalagentur, die herausragenden Filmen abseits des Mainstreams hilft, das Publikum und die Anerkennung zu finden, die sie verdienen. Sie haben sich auf die Vertretung mutiger, autorischer Lang- und Kurzfilme spezialisiert und arbeiten eng mit Filmemacher*innen zusammen, um maßgeschneiderte Vertriebs- und Verkaufsstrategien für Festivals zu entwickeln. Square Eyes wurde 2013 gegründet und hat sich schnell den Ruf erworben mit den faszinierendsten Kurzfilmen zu arbeiten, die auf internationalen Filmfestivals zu finden sind.

vorgestellt von Wouter Jansen

Distribution im Profil – Impressionen

Distribution im Profil mit Vtape beim 36. Kasseler Dokfest in 2019
Distribution im Profil mit Vtape beim 36. Kasseler Dokfest in 2019
Distribution im Profil mit Vtape beim 36. Kasseler Dokfest in 2019
Distribution im Profil, 2018


Ende 2019 begannen Studierende der Kunsthochschule Kassel (Klasse Film und Bewegtes Bild) und der École Supérieure d‘Art Pays Basque (Bayonne-Biarritz, Frankreich), in einem Kollaborationsprojekt über den Begriff Grenze zu reflektieren. Die Ergebnisse dieser Langzeit-Kollaboration werden im Rahmen des Kasseler Dokfestes im ruruHaus in einer gemeinsamen Ausstellung der von den französischen und deutschen Studierenden entworfenen und entwickelten Projekte präsentiert.

38. Kasseler Dokfest | Débordements Überläufe


Die Reihe „Profis Plaudern Praxis“ wird seit 2010 in Kooperation mit der hessischen Film-und Medienakademie (hFMA) durchgeführt. Die Sektion versteht sich als Plattform für die Weiterbildung von Film- und Medienschaffenden. In Vorträgen und Workshops vermitteln Expert*innen fundiertes Praxiswissen und setzen sich mit neuen Entwicklungen in der Branche auseinander.

Streaming-Plattformen sind ein anhaltendes Diskussionsthema in der Film- und Medienbranche. Besondere Relevanz erhielt das Thema der digitalen Vermarktungsstrategien durch die Corona-Pandemie. Bereits im letzten Jahr haben wir deshalb den Umstand kritisch betrachtet, dass Streamingdienste und Online-Plattformen einerseits – dank der einfachen Zugänglichkeit – vor allem jungen Medienschaffenden ein großes Potenzial eröffnen, ihre Werke sichtbar zu machen. Andererseits steht einer vermeintlich größeren Unabhängigkeit der Selbstvermarktung im Onlinebereich aber auch eine potentielle Entwertung der Filme gegenüber. Aus der Not der Krise haben sowohl Kinos als auch Filmfestivals den Schritt in die Digitalität gewagt, wodurch alle beteiligten Branchenzweige richtungsweisende Erfahrungen sammeln konnten. Der 2020 aus damaligem Anlass gesetzte Schwerpunkt wird in diesem Jahr fortgesetzt, da aus der Erfahrung des vergangenen Jahres neue Facetten und Erkenntnisse Einfluss finden können. Die Veranstaltung Profis Plaudern Praxis XIII / Praxis-Dokfest möchte jungen Medienschaffenden die Möglichkeit geben, gemeinsam mit erfahrenen Branchen-Expert*innen diesbezügliche Fragen zu konkretisieren, ihr Handeln abzuwägen und für ihre eigenen Produktionen zukunftsgerichtete Auswertungsstrategien zu finden.

Vier Kurzvorträge eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Vermarktungsstrategien zwischen Kinoleinwand und Streamingplattformen. In einer moderierten Paneldiskussion mit anschließenden Einzelgesprächen vor Ort im Medienprojektzentrum Offener Kanal in Kassel oder wahlweise via Zoom wird auf individuelle Fragen zu eigenen Projekten eingegangen. Die Vorträge und Einzelgespräche richten sich vorrangig an Studierende aus dem Netzwerk der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) und an die Teilnehmer*innen des 12. Hessischen Hochschulfilmtages, sie sind aber auch für andere am Thema Interessierte geöffnet. Sprache: Englisch und Deutsch Die Reihe Profis Plaudern Praxis wird seit 2010 in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) durchgeführt. Die Sektion versteht sich als Plattform für die Weiterbildung von Film- und Medienschaffenden. In Vorträgen und Workshops vermitteln Expert*innen fundiertes Praxiswissen und setzen sich mit neuen Entwicklungen in der Branche auseinander.

Profis Plaudern Praxis XIII findet als Hybrid-Veranstaltung statt. Die voraufgezeichneten Kurzvorträge werden vorab als DokfestChannel online unter https://filmladen.bali.cinemalovers.de verfügbar sein und können ab dem 17.11. kostenlos gesichtet werden. Die Paneldiskussion findet live im Medienprojektzentrum Offener Kanal im KulturBahnhof Kassel statt. Eine Aufzeichnung der Diskussion steht im Anschluss ebenfalls online zur Verfügung. Die anschließenden Einzelgespräche zur Beratung finden in zwei Blöcken als Block I vor Ort im Medienprojektzentrum Offener Kanal und nach Voranmeldung als Block II via Zoom statt. Die Teilnahme erfolgt nur mit vorheriger Einreichung von Projekten, über die individuell gesprochen werden soll. Eine kurzfristige Teilnahme vor Ort ist nur möglich, wenn noch freie Plätze zur Verfügung stehen.

Aktuelle Informationen zur Veranstaltung hier

Kostenfreie Anmeldung – sowohl für die Präsenz als auch die Online-Gespräche bis zum 16.11. bei Anna Bell: bell@kasselerdokfest.de

Profis Plaudern Praxis – Impressionen


Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest stellt seit 25 Jahren – unabhängig von den aus dem regulären Programm ausgewählten Arbeiten – jedes Jahr eine Filmhochschule aus dem europäischen Ausland vor. Hierzu werden einige der Studierenden der jeweiligen Hochschule zusammen mit ihren Professor*innen nach Kassel eingeladen und präsentieren ihre aktuellsten Arbeiten. In diesem Jahr richten wir unseren Blick auf die hessische Hochschullandschaft, denn eine angemessene Unterstützung von Hochschul- und Abschlussfilmen fehlt schmerzlich in der heimischen Förderlandschaft. Das wird sich in naher Zukunft ändern, denn die Hochschulen in Darmstadt, Kassel, Offenbach und Wiesbaden haben den Grundstein für ein ambitioniertes Programm zur Förderung von Abschlussprojekten gelegt.

Mit der Initiative HAB – Hessen Abschlussförderung, einem hochschulübergreifendem Abschlussförderprogramm für Studierende in Kunst-, Film- und Medienstudiengängen der Hochschule Darmstadt, der Kunsthochschule Kassel, der Hochschule für Gestaltung Offenbach und der Hochschule Rhein Main in Wiesbaden, die im Netzwerk der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA) kooperieren, befindet sich eine wichtige hessische Talentförderung im Aufbau. Diese hat die Verbesserung des Überganges vom Studien- in das Berufsleben zum Ziel. Die Maßnahme soll als Nachwuchs- und Talentförderung im letzten Studienabschnitt ansetzen und somit einen Lückenschluss hin zu einer systematischen Nachwuchs- und Talentförderung im Bereich Film und Medien bewirken.

Die HAB – Hessen Abschlussförderung, die während des Studiums ansetzt, und das bereits angelaufene STEP-Programm der HessenFilm und Medien GmbH für Projekte nach dem Studium, bilden damit gemeinsam einen entscheidenden Schulterschluss. Ziel ist es, herausragende Nachwuchstalente im Film- und Medienbereich während ihres Studiums am Standort Hessen stärker zu fördern und der Abwanderung an andere attraktive Förderstandorte entgegenwirken zu können. Dies wird durch eine gezielte Förderung ermöglicht, welche den Studierenden die Möglichkeit bietet, ihr Abschlussprojekt frei von Einschränkungen durch knappe Ressourcen und zugleich hochqualitativ zu entwickeln, zu realisieren und fertigzustellen.

Im Hinblick auf das Berufsleben und die Möglichkeit einer weiteren systematischen Förderung (zum Beispiel durch die HessenFilm und Medien GmbH), stellt das Abschlussprojekt die erste wichtige Referenz dar. Die im Laufe des Studiums entwickelten Portfolios und in besonderem Maße das Abschlussprojekt sind für Absolvent*innen über den formalen Hochschulabschluss hinaus – besonders in kreativen Studiengängen, wie dem Film- und Medienbereich – eine wichtige Eintrittskarte für die Berufstätigkeit in der professionellen Kultur- und Kreativwirtschaft.

Ziel der geplanten Förderung ist es, hessische Studierende bei der Realisation von innovativen, experimentellen, künstlerischen und gestalterischen Film- und Medieninhalten, -technologien, -anwendungen, und -formaten zum Zwecke der qualitativen Aufwertung zu unterstützen. Damit wird dem strukturellen Nachteil gegenüber den Möglichkeiten der Abschlussprojektförderung an anderen Film- und Medienstandorten auf Bundesebene entgegengewirkt. Außerdem wird die Sichtbarkeit in überregionalen Netzwerken (z.B. Workshops, Festivals, Märkte, Messen, Konferenzen) erhöht.

Auf dieser zentralen Stufe des künstlerischen Schaffens kann die Vernetzung der Hochschulen und ihrer Studierenden über die hFMA mit zukünftigen Förderinstitutionen und der Kulturlandschaft Hessens ausgebaut werden. Erwartet wird zudem eine hohe Synergie für die Forschung und Lehre der Hochschulen. Beispielhaft zu nennen sind organisierte, hochschulübergreifende Foren der Geförderten, die gegenseitig ihre Projekte vorstellen, dabei in den kreativen und inhaltlichen Erfahrungsaustausch treten und so auch über die eigene Hochschule hinaus Kooperationspartner*innen finden und Netzwerke aufbauen können.

Die Hochschule Darmstadt finanziert ihren HABAnteil durch Haushaltsmittel aus dem Fachbereich Media. Die Kunsthochschule Kassel, die Hochschule für Gestaltung Offenbach und die Hochschule Rhein Main sollen für die Umsetzung des HABKonzeptes Mittel aus dem Hessischen Hochschulpakt erhalten. Ein Beirat aus profilierten Film- und Medienprofis wird die HAB-Förderung begleiten: Anna Schoeppe (HessenFilm und Medien GmbH), Anne-Kathrin Brinkmann (ZDF/arte), Stefan Weil (Atelier Markgraph GmbH Frankfurt).

In enger Kooperation der Hochschulen aus dem Netzwerk der hFMA und mit Unterstützung aus dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, wird so eine wegweisende Förderung kreativer Talente in Hessen etabliert. Das Kasseler Dokfest und die B3 Biennale des bewegten Bildes Frankfurt unterstützen diese Initiative mit der Präsentation von Abschlussarbeiten der beteiligten Hochschulen und bieten so attraktive Plattformen, um nachhaltige Verbindungen zwischen Professionellen der verschiedenen Medien- und Kreativbranchen und jungen Kreativen herzustellen und den Austausch zwischen ihnen zu fördern.

Die HAB – Hessen Abschlussförderung startet zum Wintersemester 2021/22. Entsprechend können auf dem diesjährigen Kasseler Dokfest noch keine Projekte gezeigt werden, die diese neuartige Förderung in Hessen bekommen haben. Aber das Festival präsentiert eine Reihe von Abschlussarbeiten, die im vergangenen Jahr an den vier beteiligten Hochschulen entstanden sind:

Jan Çapar: Fuchskind

Lydia Gavrileva: South Gate

Ada Gräff: Zwei Drittel

Zeno Gries: es gibt kein abschalten

Juliane Henrich: Vor Zeit

Sophie Hilbert: Strahlend grüne Wiese

Tanja Hurrle: Weil ich Leo bin

Malin Kuht: En-countering Cyberfeminism

Tobi Sauer: Die Kafka-Konferenz, oder: Dubček geht baden

Alina Schuster, Juliana Kralik, Lazaro Beckmann, Samuel Rassy: Plong

sriram srivigneswaramoorthy: Achsen des Guten

Karolin Twiddy: Soup

Maximilian Wagener: Das Paket

Noddy Werner: Bingo