interfiction

interfiction XXV / 2018

TRANSFORMATIONS-WERKZEUGE

Etwas soll anders werden? Dafür braucht es – wie schon der erstmals 1968 publizierte "Whole Earth Catalog" wusste – Zugang zu Werkzeugen. 50 Jahre nach dem Jahr, das noch heute wie kaum ein anderes für eine Zeit steht, die Bewegung in so gut wie alle gesellschaftlichen Bereiche bringen wollte, befasst sich die interdisziplinäre Workshop-Tagung für Kunst, Medien und Netzkultur interfiction mit TRANSFORMATIONS-WERKZEUGEN. Während die so genannte digitale Revolution längst damit begonnen hat, ihre Kinder zu fressen und reaktionäre Kräfte zu entfalten, fragen wir nach alternativen Perspektiven – und danach, was wir aus der Geschichte lernen können, um unsere analogitalen Werkzeugkästen neu zu bestücken.

Künstler/innen, Video- und Filmemacher/innen, Programmierer/innen, (H)A(c)ktivist/innen, DesignerInnen, Medien-, Netz- und Kulturwissenschaftler/innen und andere an einem interdisziplinären Austausch zum Thema interessierte Theoretiker/innen und Praktiker/innen sind dazu eingeladen, im Rahmen der Tagung in Vorträgen und Präsentationen Thesen und Projekte vorzustellen und zu diskutieren – sowie im interfiction DIY-Lab Praxiswissen auszutauschen und neues Know-how zu erwerben.

Die Ausschreibung und weitere Informationen sind unter www.interfiction.org abrufbar.

Seit 1995 findet die Workshop-Tagung interfiction jährlich als im Rahmen des Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes statt. Als dessen interdisziplinäre Sektion will interfiction Künstler/innen und Wissenschaftler/innen, Theoretiker/innen und Praktiker/innen zu einer Veranstaltung zusammenzubringen, in der gemeinsam das komplexe Spannungsfeld von Kunst, Medien und Netzkultur ausgelotet werden kann. Jedes Jahr wird dazu ein aktuelles Fokus-Thema ausgewählt. Ausgehend von Fragestellungen werden dabei in Vorträgen und Präsentationen Thesen und Projekte vor- und zur Diskussion gestellt, während Workshops und Gesprächsrunden einen konzentrierten Austausch fördern, der über eine Vertiefung und Reflexion hinaus auch weiterführende Perspektiven eröffnen soll.

Die Workshop-Tagung interfiction versteht sich als Forum für den Austausch, die Vernetzung und die Zusammenarbeit von Produzent/innen aus Theorie und Praxis. Die Grundstruktur der Veranstaltung entspricht dem Anliegen, als ein "temporäres Labor" zu funktionieren, also nicht nur Plattform für Ideen und Projekte zu sein, sondern eine direkten und produktive Auseinandersetzung über Fragen und Probleme zu ermöglichen, welche die Teilnehmer/innen in der Arbeit an und mit diesen Ideen bzw. im Rahmen entsprechender Projekte beschäftigen.

Leiterin der Tagung ist Dr.Verena Kuni, Professorin für Visuelle Kultur an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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Interdisziplinäre Workshoptagung interfiction
Verena Kuni (Sektionsleitung)
Interdisziplinäre Workshoptagung interfiction