Regionaler Wettbewerb
Im regionalen Wettbewerb wird der Goldene Herkules an eine herausragende filmische Produktion aus Nordhessen vergeben. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.
Aus den 23 Filmen im Programm hat die Auswahlkommission des Festivals im Jahr 2025 15 Arbeiten der verschiedensten Genres für den Wettbewerb nominiert. Das Spektrum reicht von Animationsfilmen über engagierte Dokumen tationen und experimentelle Videoarbeiten bis hin zu ambitionierten Kurzspielfilmen.
Zugelassen für den regionalen Wettbewerb sind Arbeiten:
- deren Regisseur*innen ihren Wohnsitz in Nordhessen haben oder
- deren Regisseur*innen ein Studium an der Universität Kassel, der Kunsthochschule Kassel bzw. einer vergleichbaren Medieneinrichtung in Nordhessen absolvieren oder
- die in Nordhessen realisiert und produziert wurden.
Aus allen Arbeiten, die in der Sektion Goldener Herkules laufen, nominiert eine Jury eine Auswahl für den Preis. Eine Nominierung von überragenden dokumentarischen Arbeiten aus dem Wettbewerb um den Goldenen Herkules für den Goldenen Schlüssel ist möglich.
Jury 2025
Husein Bastouni studiert seit 2020 an der Kunsthochschule Kassel. Seine animierten Werke sind politisch geprägt, in ihnen verarbeitet er persönliche Erfahrungen von Krieg, Flucht und Staatenlosigkeit. Für seinen Film „Where the Jasmine Always Blooms“ wurde er beim 41. Kasseler Dokfest mit dem Goldenen Herkules ausgezeichnet und für den Hessischen Filmpreis 2025 in der Kategorie Kurzfilm nominiert.
Thorsten Ebert ist Gründungsgesellschafter der Qoncept Energy GmbH, die Beratung für innovative Wärmeversorgungskonzepte anbietet. Zudem ist er geschäftsführender Gesellschafter der MultiMOBIL GmbH, die Leitbilder, Strategien und Konzepte entwickelt, um die nachhaltige, sozial- und umweltgerechte Verkehrsentwicklung zu unterstützen. Thorsten Ebert lebt in Kassel, ist Vorstandsmitglied im Kasseler Kunstverein und im documenta Forum und seit vielen Jahren begeistert vom Kasseler Dokfest.
Bettina Fraschke leitet die Kulturredaktion der Hessischen / Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung und ist dort schwerpunktmäßig für Film und Theater zuständig.
Stefanie Marschner hat Filmwissenschaft und Germanistik an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt studiert. Nach kuratorischer Mitarbeit im Deutschen Filmmuseum, an Filmsets und bei Filmfestivals (Frankfurt, Oberhausen) arbeitet sie seit 1997 bei der Hessen Film & Medien (HF&M). Sie ist Förderreferentin für Dokumentarfilm, Postproduktion und Verleihförderung.
Silke Müller ist Kunsthistorikerin und Journalistin, war Mitglied der Chefredaktion des Kunstmagazins art, leitete das Kulturressort des Magazin stern und arbeitete als Reporterin in dessen Hauptstadtbüro. Von 2021 an leitete sie das Stabsreferat für Kommunikation an der Klassik Stiftung Weimar, seit Februar 2025 verantwortet sie die Kommunikation der documenta.
Preisträger*innen
2025 Catrine Val: Hinterland
2024 Husein Bastouni: Where the Jasmine Always Blooms
2023 Petra Stipetić und Maren Wiese: Vom Duft der Roten Beete und den Menschen, die ewig leben
2023 Lobende Erwähnung: Johanna Groß, Daniel Hellwig: Von dem, was bleibt
2022 Mo Harawe: Will My Parents Come to See Me
2021 Joey Arand: La sorsier kabiné
2020 Manuel Domes und Jean Claire Dy: A House in Pieces
2019 Franziska Wank: Sonntagmorgen
2018 Frauke Lodders: Unzertrennlich
2017 Jonatan Schwenk: Sog
2016 Christian Wittmoser: Emily Must Wait
2015 Zuniel Kim: Der Langstreckenläufer
2014 Martin Schmidt: Emil
2013 Benjamin Brix, Steffen Martin, Felix M. Ott: EMPTYLANDS
2012 Jan Riesenbeck: Sechster Sinn, drittes Auge, zweites Gesicht
2011 Dennis Stein-Schomburg: Andersartig
2010 Olaf Saumer: Suicide Club
2009 Thomas Majewski: Verborgen in Schnuttenbach
2008 Nico Sommer: Stiller Frühling
2007 Marta Malowanczyk: Marla
2006 Hyekung Jung: Drawing the Line
2005 Matthias Stockloew (Ütz): Grosse Kinder
2004 Héctor Jesús Gutiérrez Rodriguez: Ese es mi chama? Das ist mein Junge
2003 Salah Ahmed El Oulidi: Die Andalusische Nacht
2002 Christoph Steinau: Kommt alles Anders
2001 Holger Ernst: Kleine Fische