Goldener Schlüssel


Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest versteht sich als lebendiges Forum für die Präsentation und Diskussion des dokumentarischen Schaffens. Den besonderen Stellenwert, den der filmische Nachwuchs dabei einnimmt, verdeutlicht der durch die Stadt Kassel geförderte Preis Goldener Schlüssel in Höhe von insgesamt 5.000 € die sich teilen in jeweils 2.500 € für den besten dokumentarischen Kurzfilm bis 66 Minuten und den besten dokumentarischen Langfilm ab 66 Minuten. Teilnahmeberechtigt sind dokumentarische Arbeiten aller Film- und Videoformate und Längen, deren Regisseur*innen zum Zeitpunkt der Fertigstellung nicht älter als 35 Jahre waren. Über Ausnahmefälle entscheiden die Auswahlkommissionen. Sie nominieren aus dem Festivalprogramm Arbeiten für diesen Preis.

Der Goldene Schlüssel ist als offiziell anerkannter Wettbewerb der Filmförderungsanstalt (FFA) gelistet. Filme mit einer Laufzeit von bis zu 30 Minuten können durch die Teilnahme am Wettbewerb um den Goldenen Schlüssel 5 Punkte für die Referenzfilmförderung sammeln.

Jury

Markus Fiedler ist ein in Hamburg lebender Filmemacher und Psychologe. Seit zwanzig Jahren arbeitet er im Bereich des Dokumentar- und Essayfilms als Regisseur, Kameramann und Cutter. Fiedlers künstlerische Herangehensweise an sein Werk orientiert sich an der wechselseitigen Beziehung zwischen dem Filmemacher und den Protagonist*innen, sowohl was den Prozess des Filmemachens selbst als auch sein Produkt betrifft. Er vertritt ein Regiekollektiv, das im vergangenen Jahr mit dem Film „Cast Away Souls“ den Goldenen Schlüssel gewann.

Volko Kamensky ist Filmemacher, bildender Künstler und Autor. Er lehrt und forscht zur Theorie und Praxis des Films und ist Mitherausgeber der Sammelbände „Ton. Texte zur Akustik im Dokumentarfilm“ (Berlin 2013) und „Daniele Huillet, Jean-Marie Straub: Schriften“ (Berlin 2020). Seit 2019 ist er Teil des Teams der dokumentarfilmwoche hamburg.

Anca Paunescu wurde in Rumänien geboren und studierte Germanistik und Dokumentarfilm an der Prager Filmschule. Sie hat als Regisseurin und Kamerafrau an mehreren Dokumentar- und Werbefilmen gearbeitet, die auf zahlreichen europäischen Filmfestivals gezeigt wurden. Gegenwärtig ist sie Hauptprogrammgestalterin für den Bereich Dokumentarfilm beim Neiße Filmfestival, in der Vorauswahl des dokumentarischen Langfilm für das DokuFest International Film Festival Prizren und für das FIPADOC International Documentary Festival.

Susanne Völker (parteilos) ist seit 2017 Kulturdezernentin der Stadt Kassel. Zuvor war die Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin mit der Projektleitung der GRIMMWELT Kassel betraut. 2015 konnte sie das international renommierte Haus erfolgreich als Gründungsdirektorin eröffnen, dass sie bis 2018 leitete. Sie studierte Kunstgeschichte, Philosophie, Jura und Museumsmanagement in Hamburg und Wien. Sie vertritt einen Ansatz der transdisziplinären und partizipativen Kulturpolitik.

Helena Wittmann studierte Spanisch und Theater- und Medienwissenschaften in Erlangen und Hamburg, bevor sie die Hochschule für bildende Künste (HFBK) in Hamburg besuchte, an der sie ihren Abschluss machte. Ihre Arbeiten, darunter ihr Debütfilm DRIFT (2017), wurden international gezeigt und ausgezeichnet. Von 2015 bis 2018 war sie künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin von Angela Schanelec an der HFBK Hamburg und seit 2019 arbeitet sie als Mentorin an der Elías Querejeta Zine Eskola in Spanien. Für zahlreiche Filme hat sie als Kamerafrau gearbeitet.


Preisträger*innen

2019 Langfilm: Jialing Zhang und Nanfu Wang: One Child Nation

2019 Kurzfilm: Markus Fiedler, Nanna Katrine Hansen, Thomas Elsted und Stanley Edwards : Cast Away Souls

2018 Langfilm: Jasmin Preiß: Diese süße Wiese

2018 Kurzfilm: Agnes Lisa Wegner: No Fucking Ice Cream

2017 Ziad Kalthoum: Taste of Cement

2016 Ognjen Glavonic: Dubina Dva

2015 Mea de Jong: If Mama Ain't Happy, Nobody's Happy

2014 Leslie Tai: The Private Life of Fenfen

2013 Gabriel Serra: La parka

2012 Antoine Bourges: East Hastings Pharmacy

2011 Carmen Losmann: Work Hard - Play Hard

2010 Viera Cákanyová: Alda

2009 Thomas A. Østbye: Human

2008 Mario Hirasaka: Die Ryozanpaku

2007 Jess Feast: Cowboys & Communists

2006 Sarah Vanagt: Begin Began Begun

2005 Susanne Jaeger: Vater und Feind

2004 Alexandra Gulea: Die Daumendreher (GOD PLAYS SAX; THE DEVIL VIOLIN)

2003 Sandra Jakisch: 08/15 – Leben am Rand von Köln

2002 Klaus Stern: Andreas Baader- Der Staatsfeind