Schmerz ist es, der uns in diese Welt befördert und eine Palette von physischen wie mentalen Schmerzen begleitet uns durch unser Leben. In diesem schmerzhaften Kurzfilmprogramm, das von Sehnsucht, Hoffnung und zuweilen (schwarzem) Humor geprägt ist, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie, Leben und Tod, Vergangenheit und Gegenwart, Zuneigung und Gewalt, Insekten und Menschen, historischen Fakten und spekulativer Zukunft. (Anna Bell)
Ein junger Mann kehrt nach Jahren im Ausland nach Vietnam zurück und reist mit einem Koffer voller Geschenke von einem Familienbesuch zum nächsten quer durch die Stadt. Während sich die Gespräche zunehmend um das Weggehen und ungewisse Zukunftsaussichten drehen, breitet sich still ein Fieber aus, und Berichte über Verschwinden tauchen auf. Allmählich beginnt die Grenze zwischen Anwesenheit und Abwesenheit zu verschwimmen.… >>>
Tod und Leben, Leben und Tod; die beiden sich scheinbar ausschließenden Pole des Seins – Teil eines ewigen Kreislaufs, der so alt ist wie die Zeit selbst. Als das Neugeborene eines Rattenakolythen stirbt, sendet ihn sein Priester auf eine Pilgerfahrt zur Allmutter, jener Gottheit, die diesen Kreislauf überwacht, um sie um das Leben des Kindes zu bitten. Die thematische Auseinandersetzung mit Leben und Tod erfolgt auch durch die Materialien im Spannungsfeld aus Entstehung und Verfall, wie die Werkstoffe der Puppen und Sets, die dokumentarischen Natur-Aufnahmen und dem 16mm-Film selbst.… >>>
CN: Depression Eine queere Ich-Erzählung über Sehnsucht in drei Akten. Der Film beginnt in einem Club, gefolgt von ruhigen Tagen. Konsum und Entzug trüben die Wahrnehmung. Urbane Nachtszenen, Bewegtbilder von Dünenlandschaften und Selbstporträts schlagen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Was als fragmentarische Lyrik beginnt, geht allmählich in Prosa über. Ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten bringt sowohl Hoffnung als auch Enttäuschung mit sich.
Sind alle guten Dinge drei oder ist drei eins zu viel? Ein farbenfroh-spaßiger aber auch blutig-schmerzhafter Animationsfilm über das Streben nach Zugehörigkeit trotz aller Widrigkeiten.… >>>
„Jeden Monat gibt es drei Tage, an denen ich Schmerzmittel nehmen muss. Dann ist mein Körper weich, doch mein Blut ist starr.“ Eine abwechslungsreiche Mischung aus animierten Aquarellzeichnungen mit Voice-Over und Performances.… >>>
Im Museum der Menschheit sind archäologische Funde aus vergangenen Menschheitstagen zu finden. Früher einmal gewesene Alltagsgegenstände, nun okkulte Objekte. Kultige Artefakte, Gegenstände der verankerten Boshaftigkeit. Fünf insektenähnliche, humanoide Wesen sind überzeugt, genau zu wissen, was sie da vor sich haben. Sie interpretieren, diskutieren, streiten, schwärmen – liegen mit Ihren Vermutungen aber komplett daneben und geraten so in einen ziemlichen Schlamassel.… >>>
Dieser experimentelle Film greift auf historische Quellen von Zeitzeug*innen der Kleinen Eiszeit zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert zurück, um Erzählungen für einen fortschreitenden Klimawandel zu finden. Anhand von Mönch-Tagebüchern aus dem 17. Jahrhundert und der spekulativen Evolution fotosynthetischer Motten werden die Wechselbeziehungen und Anpassungsstrategien unter außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen untersucht, um die vielfältigen Abstraktionen zu verstehen, in denen das Klima mit Ökosystemen und Gesellschaften vernetzt und gefiltert wird.… >>>