DokfestOnline und dok@home

Das 42. Kasseler Dokfest vor Ort und online ist vorbei. Zur nächsten Ausgabe im November 2026 wird DokfestOnline das Festival und den Kinoraum erneut in die virtuelle Sphäre erweitern. 

Bis zum nächsten Festival können ausgewählte internationale Dokumentarfilme deutschlandweit auf dem Online-Portal dok@home gestreamt werden, für 5 Euro pro Filmdok@home ist die Online-Filmothek von fünf Dokumentarfilmfestivals. Zusammen mit dem Dok.fest München, dokKa Karlsruhe, LICHTER Filmfest Frankfurt International, Doxumentale Berlin und dem Kasseler Dokfest ist die erste gemeinsame Streamingplattform für Festival-Dokumentarfilme entstanden.

Das Angebot wächst mit jeder Festivalausgabe. Zu vielen Filmen gibt es vertiefende Filmgespräche zu sehen, aufgezeichnet bei den Festivals. 

Unsere neue Veröffentlichung auf der Plattform ist Pei-Chin Lees Film „An Island“, in welchem die Regisseurin die unzäh­li­gen Facet­ten des tai­wa­ne­si­schen All­tags wäh­rend der Kommunalwahlen zeigt. Jede Ein­stel­lung steht für sich als eige­ner Kon­ti­nent, mit eige­nem Rhyth­mus, spür­ba­rer Dau­er, Gezei­ten, Farb­ge­bung und Stim­mung.

Re Karens Film „Fasia, von trutzigen Frauen und einer Troubadora“ , der erst­mals 1987 ver­öf­fent­licht und 2024 digi­ta­li­siert, über­ar­bei­tet und als Kino­do­ku­men­ta­ti­on neu aufgelegt wurd, ist ebenfalls zu sehen. Der Film porträtiert Fasia Jansen (1929–1997), eine Sängerin aus der Hamburger Arbeiterklasse, die gegen Faschismus, Rassismus und Unterdrückung kämpfte und mit ihrer Blues-Stimme für den Frieden sang.

Catherine Bernsteins Filmtrilogie „Kassel, années 30: une trilogie allemande“ (Kassel, 30er Jahre: eine deutsche Trilogie), die auf dem 41. Kasseler Dokfest 2024 nach fast 30 Jahren ihre Deutschlandpremiere feierte, kann ebenfalls über die Plattform gestreamt werden.