
Südtirol, Mitte 19. Jahrhundert. Drei junge afrikanische Frauen werden einer Zwangstaufe unterzogen, ihre Namen durch christliche Namen ersetzt. An diesen Akt kolonialer Gewalt erinnert Belinda Kazeem-Kamiński, und lässt drei Schauspielerinnen Kinderreime performen. Sie gibt den historischen Figuren ihre Stimme zurück, in Szenen, die an „Daughters of the Dust“ erinnern, einen Klassiker des afro-amerikanischen Kinos. Kino als Ort, der eine Geschichte von Rassismus in Erinnerung ruft, und dabei den von ihr Betroffenen die Subjektivität wiederverleiht, die die Gewalt ihnen nehmen wollte.