
In einem abgelegenen Dorf bei Antakya im Süden der Türkei beginnt die 35-jährige Meryem mit der jährlichen Olivenernte. Seit Generationen sichern die Olivenhaine den Lebensunterhalt der Frauen im Dorf, doch in diesem Jahr findet die Ernte im Schatten der Angst statt. Nach einem verheerenden Erdbeben, das Meryems Haus zerstört hat, wurden 60 Prozent der Olivenhaine des Dorfes von der Regierung beschlagnahmt, um eine neue Satellitenstadt zu errichten. Während die Betonbauten unaufhaltsam näher an die verbliebenen Felder rücken, könnte dies ihre letzte Ernte sein. Durch die Verbindung von Meryems Videotagebüchern mit beobachtenden Aufnahmen bewegt sich der Film zwischen intimen Szenen der familiären Ernte und dem von Frauen angeführten Widerstand.