Active Vocabulary

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(Filmladen)

Eine Lehrerin wird durch eine Schülerin gefilmt, als sie sich in einer Pause negativ über den russischen Angriffskrieg äußert. Das Video sickert durch, sie wird vom Regime als Staatsfeindin gebrandmarkt und muss ihr Land verlassen, beantragt Asyl in Deutschland. In Berlin rekonstruiert sie die Ereignisse mit ihrer neuen Schulklasse und geht mit diesen in die Diskussion über den Ort der Schule als Schauplatz politischer Einflussnahme, begleitet durch die Filmemacherin Yulia Lokshina. Lokshina montiert daneben Dokumente und Videoaufnahmen aus Russland: Pläne zur Errichtung einer neuen Schule, in der regierungstreu unterrichtet werden soll. Aufnahmen von einem Protest, Modelle von Klassenzimmern, Luftaufnahmen, Audiodokumente. In ACTIVE VOCABULARY analysiert sie akribisch, wie Ideologie in russischen Schulen vermittelt und Schüler*innen gezielt manipuliert werden. Sie sucht nach den Gegenmodellen, nach den Rechten von Schüler*innen und den Rechtsgrundlagen des deutschen Schulsystems. Ihr Film wechselt mühelos zwischen Essay und dokumentarischer Betrachtung, bricht Propaganda herunter auf die Situationen, auf die es ankommt, in denen Haltungen in Erscheinung treten. (Dennis Vetter)

  • +DokfestOnline
  • Dauer: 82 Min.
  • Länder: Deutschland
  • Sprache: Deutsch, Englisch, Russisch, Kyrgyz
  • Untertitel: Englisch
  • Produktionsjahr: 2025

  • Regie: Yulia Lokshina
  • Kamera: Nina Wesemann
  • Schnitt: Maya Klar
  • Ton: Jakob Gross
  • Produzent*innen: Yulia Lokshina