Unversöhnliche Erinnerungen

| Unversöhnliche Erinnerungen
(Filmladen)

UNVERSÖHNLICHE ERINNERUNGEN handelt vom Spanischen Bürgerkrieg und stellt die Erinnerungen zweier Deutscher gegenüber, die an ihm auf entgegengesetzten Seiten beteiligt waren. Der Bundeswehrgeneral a.D. und frühere Pilot der „Legion Kondor“ Henning Strümpell wird in seinem Eigenheim im Taunus interviewt; der Maurer, Antifaschist und Veteran der Internationalen Brigaden Ludwig Stillger und seine Frau in ihrer Mietwohnung in Remscheid. Für den ersten war die Bombardierung spanischer Städte ein Jugendabenteuer am Beginn seiner militärischen Paradelaufbahn. Für den zweiten war der Krieg die Hölle, der Kampf in den Brigaden jedoch eine moralische Pflicht, der gefolgt zu sein ihm dann im anti-kommunistischen Klima in der BRD zum Stigma wurde. Als der Film 1979 im ZDF ausgestrahlt wurde, war die Lektion für das zeitgenössische Publikum so beschämend, dass der Sender mit einer Flut von Zuschauerbriefen eingedeckt wurde, deren Tenor war: „Das kann doch nicht sein! Das darf doch nicht sein!“ Klaus Volkenborn, Johann Feindt und Karl Siebig hatten sich an der DFFB in Berlin kennengelernt. UNVERSÖHNLICHE ERINNERUNGEN war ihr zweiter gemeinsamer Film und wurde 1979 mit dem Preis der Deutschen Filmkritik und auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche mit einer Goldenen Taube ausgezeichnet. Außerdem begann mit ihm die Geschichte des Kasseler Dokfestes, denn er war 1982 der Eröffnungsfilm des „1. Reisenden Dokumentarfilmfestes Kassel“, aus dem das Dokfest hervorgegangen ist. Seine Wiederaufführung ist gleichzeitig die Weltpremiere der von der Deutschen Kinemathek digital restaurierten Fassung. (Tobias Hering) In Kooperation mit In cooperation with Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen

  • Dauer: 92 Min.
  • Länder: Deutschland
  • Sprache: Deutsch
  • Untertitel: Englisch
  • Produktionsjahr: 1979

  • Regie: Klaus Volkenborn, Johann Feindt, Karl Siebig
  • Kamera: Johann Feindt
  • Schnitt: Klaus Volkenborn