
ORNETTE: MADE IN AMERICA ist ein bahnbrechendes Porträt des Jazz-Pioniers Ornette Coleman, inszeniert von der Avantgarde-Regisseurin Shirley Clarke. Der Film verwischt die Grenzen zwischen Dokumentation, Biopic und experimentellem Kino und zeichnet Colemans Weg nach – von seiner Kindheit im segregierten Texas bis zu seinem Aufstieg als revolutionäre Kraft in der Jazzgeschichte.
Die Bildsprache entfaltet sich in nicht-linearer Form und umfasst auch Archivaufnahmen, darunter seltene Mitschnitte aus dem Jahr 1968, in denen Coleman gemeinsam mit seinem damals elfjährigen Sohn, dem Schlagzeuger Denardo Coleman, improvisiert – ursprünglich gedreht für ein unvollendetes Projekt.
Clarkes Werk ist nicht nur eine Hommage an eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des Jazz, sondern zugleich ein radikales Experiment filmischer Form, das Kreativität, Widerstand und die Kraft der Improvisation feiert.