Das Programm erzählt von Menschen, die zwischen Herkunft, Zukunft und dem Wunsch nach Selbstbestimmung ihren eigenen Weg suchen. Im Zentrum stehen Schwesternschaft und Freund*innenschaft, Migration und queere Identität, persönliche und kollektive Erinnerung sowie die Kraft gemeinschaftlichen Handelns. Verbunden durch sensible Beobachtungen und unterschiedliche Formen der Begegnung, eröffnen die Filme Räume für Nähe, Fürsorge und Solidarität – über Generationen, Länder und Lebensrealitäten hinweg. (Linn Löffler)
Di und Da sind Zwillingsschwestern und stehen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Di wirkt verschlossen und introvertiert, Da selbstbewusst und unbekümmert. Di möchte studieren, während Da dieser Weg durch ihre frühe Mutterschaft vorerst verschlossen bleibt. Ihre Charaktere und Lebenswege mögen konträr zueinander verlaufen, doch ihre Nähe und gegenseitige Unterstützung sind beständig. Ihre geschwisterliche Liebe scheint dabei untrennbar mit der Sehnsucht nach Autonomie verwoben.… >>>
A und B könnten Zwillingsschwestern sein: Sie sind am gleichen Tag geboren und zur gleichen Zeit hat sie das Schicksal nach Deutschland verschlagen. Beide sind Gaststudentinnen in Frankfurt am Main und lernen Deutsch, beide lieben Frauen. Und doch sind sie wie Tag und Nacht. A ist abenteuerlustig, impulsiv und sinnlich. B ist fleißig, sensibel und intellektuell. Sie sind beste Freundinnen, lernen mit- und voneinander und inspirieren sich gegenseitig. Doch plötzlich verkündet B, dass sie Frankfurt verlassen will und zurück in die Heimat geht…… >>>
Als Gaststudentin nach New York gekommen, arbeitet die Regisseurin während ihres Studiums in einem Fotoarchiv, wo sie die Bildnegative von Protesten der New Yorker Arbeiter*innenbewegung aus dem frühen 20. Jahrhundert digitalisiert. Während die Negativbilder der Proteste in den repetitiven Arbeitsabläufen erscheinen, erzählt sie mit ruhiger Stimme von ihrer Mutter, die ebenso als junge Arbeitsmigrantin ihren Heimatort verließ, und von ihrer eigenen Situation als queere Migrantin in New York. Dabei verwebt sie geschickt die Vergangenheit mit ihrer Gegenwart und Zukunft, und fügt kollektive und persönliche Erinnerungen zusammen.
Am 10. März 2019 stürzte eine Boeing 737 MAX in Addis Abeba ab und alle 157 Menschen an Bord kamen ums Leben. Der Filmemacher kehrt mit seinem Vater zurück an den Unglücksort, an dem auch sein Bruder sein Leben verlor. Sie treffen auf eine Dorfgemeinschaft, die sie herzlich aufnehmen, Trauerarbeit als kollektives Moment mit ihnen durchleben und über den tiefgreifenden Einfluss der Tragödie auf ihr Leben berichten. Gleichzeitig schließen sich die Angehörigen der verstorbenen Passagiere zu einer Protestgemeinschaft zusammen und fordern die Aufarbeitung des tragischen Unfalls.… >>>