Kein
Liebeslied und auch kein Liebesfilm: Diese fünf Filme richten einen suchenden
Blick auf die Liebe. Wir erleben sie als Gefühl der Sehnsucht, in Gesten und
Symbolen, in Pixeln und Bytes, in Gedichten und Musik. Und begegnen ihr fast
überall: auf dem Sportplatz, der Party, im Internet und sogar bei
ungewöhnlichen Anlässen. Wir erfahren, wie wunderlich und wunderbar sie ist,
und fragen uns gleichzeitig, was „die Liebe“ eigentlich ist? Ein
kommerzialisiertes Gefühl, eine körperliche Reaktion, oder einfach nur
Wunschdenken und Projektion? (Sarah Adam)
Monika Masłońs Virtual Reality-Experiment erkundet Begegnungen in digitalen Welten. Wir sehen, wie Avatare Kontakt aufnehmen, sich annähern und versuchen körperliche Nähe zu erzeugen. Die Umgebung ist steril, das Setting uncanny und irgendwie alles cringe, doch können wir plötzlich Gesten und körperlichen Kontakt spüren und wundern uns, was hier gerade passiert.
CN: Gewalt Eine verbotene Liebe, flüchtig, unaussprechlich und doch festgehalten. Sergio, Ubaldo und Yolexquis lesen aus dem Tagebuch des 2020 verstorbenen Winston Hernandez. Die vier homosexuellen Kubaner aus unterschiedlichen Generationen teilen schmerzhafte Erfahrungen und besondere Momente. Wörter und Musik beschwören für sie die Kraft, so zu sein wie sie sind, ihren Weg zu gehen und das Leben zu lieben.
Die Kamera
folgt Bewegungen, die wir erst einmal nicht zuordnen können. Dann erkennen wir,
dass wir die Arbeiter*innen auf einer Blumenfarm und ihre alltäglichen
Arbeitsabläufe beobachten. Von nun an werden wir rote Rosen nicht mehr nur als
Symbol der Liebe wahrnehmen.
Ein
Monolog, der von Anspielungen auf Videospiele und YouTube-Tutorials in
DIY-Ästhetik bebildert wird. Kontinuierlich redend erzählt die Stimme aus dem
Off von absurden Situationen und lustigen Begegnungen. Doch in den Untertönen
verstecken sich auch ernsthaftere und sehr persönliche Themen. Das Liebeslied
ist etwas punkiger, die Deko etwas trashiger und der Anlass etwas
ungewöhnlicher – und vielleicht gerade deswegen ist die Party voller Gäste, die
füreinander da sind.
Es sind Sommerferien und die Straßen gehören Maria Inês und ihren Freundinnen. Sie schlendern durch Viertel, hängen rum, singen, tanzen und schauen den Menschen zu. Fast beiläufig schimmert zwischen Freundschaftsarmbändchen und Filmdreh eine erste Liebe auf.