junges dokfest 2: Kein Liebeslied


(BALi, KulturBahnhof Kassel)

Kein Liebeslied und auch kein Liebesfilm: Diese fünf Filme richten einen suchenden Blick auf die Liebe. Wir erleben sie als Gefühl der Sehnsucht, in Gesten und Symbolen, in Pixeln und Bytes, in Gedichten und Musik. Und begegnen ihr fast überall: auf dem Sportplatz, der Party, im Internet und sogar bei ungewöhnlichen Anlässen. Wir erfahren, wie wunderlich und wunderbar sie ist, und fragen uns gleichzeitig, was „die Liebe“ eigentlich ist? Ein kommerzialisiertes Gefühl, eine körperliche Reaktion, oder einfach nur Wunschdenken und Projektion?
(Sarah Adam)

Four Percent

Monika Masłońs Virtual Reality-Experiment erkundet Begegnungen in digitalen Welten. Wir sehen, wie Avatare Kontakt aufnehmen, sich annähern und versuchen körperliche Nähe zu erzeugen. Die Umgebung ist steril, das Setting uncanny und irgendwie alles cringe, doch können wir plötzlich Gesten und körperlichen Kontakt spüren und wundern uns, was hier gerade passiert.

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  • Dauer: 13 Min.
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Monika Masłoń

    Será Inmortal Quien Merezca Serlo (Whoever Deserves It, Will Be Immortal)

    CN: Gewalt
    Eine verbotene Liebe, flüchtig, unaussprechlich und doch festgehalten. Sergio, Ubaldo und Yolexquis lesen aus dem Tagebuch des 2020 verstorbenen Winston Hernandez. Die vier homosexuellen Kubaner aus unterschiedlichen Generationen teilen schmerzhafte Erfahrungen und besondere Momente. Wörter und Musik beschwören für sie die Kraft, so zu sein wie sie sind, ihren Weg zu gehen und das Leben zu lieben.

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    • Dauer: 19 Min.
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Nay Mendl

    From Ecuador With Love

    Die Kamera folgt Bewegungen, die wir erst einmal nicht zuordnen können. Dann erkennen wir, dass wir die Arbeiter*innen auf einer Blumenfarm und ihre alltäglichen Arbeitsabläufe beobachten. Von nun an werden wir rote Rosen nicht mehr nur als Symbol der Liebe wahrnehmen.

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    • Dauer: 9 Min.
  • Premiere: Weltpremiere
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Jonathan Brunner

    Abortion Party

    Ein Monolog, der von Anspielungen auf Videospiele und YouTube-Tutorials in DIY-Ästhetik bebildert wird. Kontinuierlich redend erzählt die Stimme aus dem Off von absurden Situationen und lustigen Begegnungen. Doch in den Untertönen verstecken sich auch ernsthaftere und sehr persönliche Themen. Das Liebeslied ist etwas punkiger, die Deko etwas trashiger und der Anlass etwas ungewöhnlicher – und vielleicht gerade deswegen ist die Party voller Gäste, die füreinander da sind.

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    • Dauer: 13 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Julia Mellen

    Conseguimos fazer um filme (We Made a Film)

    Es sind Sommerferien und die Straßen gehören Maria Inês und ihren Freundinnen. Sie schlendern durch Viertel, hängen rum, singen, tanzen und schauen den Menschen zu. Fast beiläufig schimmert zwischen Freundschaftsarmbändchen und Filmdreh eine erste Liebe auf.

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    • Dauer: 15 Min.
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Tota Alves