junges dokfest 1: Beziehungsweisen


(BALi, KulturBahnhof Kassel)

Filme, die das Dazwischen einfangen, die sensiblen Momente des Zusammenlebens, das Warten und die Unsicherheit. Unterschiedliche Formen zeigen uns die Vielschichtigkeit dokumentarischer Strategien: das klassische Aufzeichnen, die Montage von Momentaufnahmen und neue experimentelle Ansätze. Gemeinsam bewegen wir uns durch eine Gegenwart, die schwer zu greifen ist, in der die Vergangenheit sehr präsent, und die Zukunft noch nicht ganz vorstellbar ist. Was auch immer die Protagonist*innen erwartet, sie nehmen die Ungewissheit und Herausforderungen an und blicken selbstbewusst in die Zukunft. (Sarah Adam)

On naît, on meurt (We Come, We Go)

Sarah Ledermann filmt ihren Vater Gilbert, der eine unheilbare Krankheit hat. Von der Diagnose bis zu seinem Tod dokumentiert sie Momente voller Traurigkeit, Schönheit, Humor und Zuneigung. Der Versuch durch das Filmen die Präsenz ihres Vaters zu bewahren, entfaltet sich nach und nach zu einem poetischen Porträt der engen Verbindung innerhalb der Familie. Ledermann verbindet Bilder und Gefühle und erschafft so eine Möglichkeit, Trauer und Erinnerung zu ergründen. Ein autobiografischer Film, der uns dazu einlädt, über die tieferen Bedeutungen von Leben und Tod nachzudenken.… >>>

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  • Dauer: 15 Min.
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Sarah Lederman

    Men of the House

    Ein beobachtender Doku-Fiktionsfilm: ein Vorort von Los Angeles, Dunkelheit, eine flackernde Lampe, ein Basketballplatz und zwei junge Männer. Im Schattenspiel der Lichter unterhalten sie sich über Musik, Sport, Beziehungen, ihr Leben und was sie sich für die Zukunft wünschen.

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    • Dauer: 5 Min.
  • Premiere: Weltpremiere
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Andrey Kapustin

    Náš domov (Our Home)

    NÁŠ DOMOV ist ein einfühlsames Porträt der LGBTQ2+-Jugend in Prag, eine Ode an die Widerstandsfähigkeit und die Schönheit selbst gewählter Bindungen. Die Kamera begleitet Betka und Peta bei ihren ersten Schritten in der eigenen Wohnung. Wir hören, wie Betka über das Leben als nicht-binäre Person erzählt, schmerzhafte Erfahrungen teilt und über Familie, Beziehungen und Freundschaften nachdenkt. Und wir sehen, wie der am Anfang leblose Raum sich nach und nach in ein echtes Zuhause verwandelt.… >>>

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    • Dauer: 17 Min.
  • Premiere: Weltpremiere
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Manuel Orhy Pirón, Alicia Angélil-Danis

    Ping Pong

    Dieser spielerisch-experimentelle Dokumentarfilm testet neue Technologien aus und taucht gleichzeitig tief ein in persönliche Geschichte und Politik. Beim Ausprobieren eines neuen Schlägers erinnert sich Tianji an seinen Freund Bin, mit dem er während des Studiums oft Tischtennis gespielt hat. Gerade als er darüber nachdenkt, wieder Kontakt aufzunehmen, entdeckt er einen Social-Media-Beitrag, der ihn zögern lässt. Verunsichert und hilflos beginnt Tianji ein Gespräch mit einem KI-Sprachassistenten, doch statt Antworten zu geben, löst der Dialog ein verwirrendes Gefühlschaos in ihm aus.

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    • Dauer: 15 Min.
  • Nominierung: Goldener Schlüssel
    • Regie: Tianji Yu

    Denkst du auch, was ich denk, Couseng?

    Wenn Rupi rappt, wird es still um ihn. Mit seinem Bruder Tando und ihren Cousins Nero und Elgo zieht er durch die Hochhaussiedlung und hängt fast täglich im Jugendclub rum. Als „Jungs aus Chb“ schreiben und rappen sie, erzählen mit Beats und Rhymes ihre Herkunftsgeschichte. Ohne die üblichen Rap-Klischees leben sie ihre Identität als Roma und zeigen uns wie viel Solidarität, Zuversicht und Liebe zwischen den Zeilen zu finden ist.

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    • Dauer: 16 Min.
  • Nominierung: Goldener Schlüssel
    • Regie: Lotta Becker