Christiania


(Gloria)

Christiania

Vor über 50 Jahren gründete sich auf einem ehemaligen Militärgelände in Kopenhagen eine freie Lebensgemeinschaft, die noch heute existiert: Christiania. Als soziales Experiment gedacht, das keinen Menschen ausschließt, hätte es ein idyllischer Ort sein sollen, der sich allerdings immer wieder extern mit politischen Widerständen und intern mit dem Einzug von Gewalt und Drogen auseinandersetzen musste. Der Film beginnt mit dem Jahrestag und geht dann zurück zu den Anfängen in den 1970ern, wobei er das Auf und Ab der Gemeinschaft nicht als chronologische Abfolge, sondern anhand vieler kleiner Geschichten erzählt, oft schockierend, manchmal aber auch skurril. Als der Drogenhandel in Christiania überhandnimmt und Todesopfer fordert, steht die Gemeinschaft vor einer ihrer schwersten Entscheidungen. Der Film lebt von starkem Archivmaterial und der persönlichen Perspektive: Filmemacher Karl Friis Forchhammer ist dort geboren, mit den Bewohner*innen befreundet und zieht 35 Jahre später selbst in die Gemeinschaft. Und er stellt Fragen, die heute immer noch relevant sind: (Wie) Funktioniert konsensbasierte Demokratie? Wie lassen sich Strukturen ohne Autorität schaffen? (Anja Klauck)

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  • Dauer: 94 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
    • Regie: Karl Friis Forchhammer