Ein Passfoto, Modeaufnahmen, ein intimes Porträt, Überwachungsbilder und Fotografien der Geheimpolizei: Die fünf Filme dieses Programms fragen, was auf beiden Seiten der Kamera geschieht. Manche Menschen entscheiden selbst, wie sie sich zeigen; andere werden fotografiert, ohne diese Wahl zu haben. Zwischen persönlicher Erinnerung und öffentlichem Dokument stellt sich die Frage, wer ein Bild kontrolliert, was es zeigt und was außerhalb des Bildes bleibt. (Boris Hadžija)
In einem stillen Fotostudio in Tokio posiert der Filmemacher Masao Adachi für ein Passfoto. Die Witwe, die das Studio führt, bereitet die Aufnahme sorgfältig vor. Während sie den Augenblick für ein Dokument festhält, wird ungewiss, wohin dieses Bild ihn überhaupt führen kann.… >>>
Wenn angehende männliche Models in Pakistan fotografiert werden, stoßen sie dabei an die Grenzen der gesellschaftlich auferlegten Geschlechterrollen und Tabus.
Seit 2022 setzt die Kölner Polizei in sieben Zonen 106 Überwachungskameras ein. Einen Monat lang filmt Nico Lorenz diese Kameras zurück: mit einer Super 8-Kassette, belichtet in Einzelbildern. Ein kleiner Gegenschuss auf die Überwachung des öffentlichen Raums.… >>>
Als der US-Journalist Edward Serotta 1985 bis 1987 das Leben im kommunistischen Rumänien fotografierte, machte die Geheimpolizei dabei Aufnahmen von ihm. Vierzig Jahre später treffen beide Bildserien aufeinander. Der Film betrachtet Geschichte als Schuss-Gegenschuss-Einstellung mit einem Sinn für ihre absurde Komik.… >>>