
CN: Lichteffekte
„The Camera, housed in rocket, slowly drifted away from the Earth…the Earth in the photo became small enough to fit in one pixel.“ In ihrem bildgewaltigen Essayfilm begibt sich So-jeong Lee auf eine Zeitreise durch Techniken der Bildgebung – von fossilen Spuren bis zu digitalen Datenströmen. Inspiriert von dem ikonischen Bild, auf dem die Erde kaum größer als ein Pixel erscheint, verknüpfen sich wissenschaftliche Forschung und Spekulation mit persönlichen Reflexionen über Sichtbarkeit und Auslassung. Wer darf sichtbar werden? Hunderte Minenarbeiter arbeiteten für das Bild – doch keiner ist darauf zu sehen.
Fiktive Reisende durchqueren ein Universum aus Zellen, Sternen und Datenrauschen: „We arrived in the future…“. Nur ein Bruchteil des Universums gilt als erforscht – ein Umstand, der Raum für das Imaginäre öffnet. Zwischen sichtbaren Oberflächen und unsichtbaren „Strukturen bildet ein weißer Fleck auf dem Bild des nächtlichen Sternenhimmels den Ausgangspunkt für Lee‘s persönliches und poetische Travelouge. Stern oder Staub? Digitales Rauschen? Symbol für das Ungesagte oder Unvorstellbare und alles das, was noch zu entdecken bleibt. (Stefanie Gaus)