Barbara Forever

| Barbara Forever
(Filmladen)

„My life has been lived in film.“ Brydie O’Connor betrachtet in ihrem Debütfilm, wie Barbara Hammer als queere Ikone durch die Kunst unsterblich geworden ist. Dabei wird der Prozess der Archivierung selbst gleich zu Beginn zu einem zentralen Motiv des Films: Hammer betrachtet vor der Kamera ihr persönliches Archiv und dessen Leerstellen, die Erinnerungslücken, Artefakte und halb vergessene Filme kurz vor deren Übergabe an das Yale Archiv. In der Archivierung tritt vieles erneut ans Licht, wird öffentlich zugänglich gemacht und Teil der kollektiven Erinnerung. Gleichermaßen fungiert O’Connors Film selbst als Archiv, das die Lebensgeschichte und Karriere der Künstlerin in eine lineare Erzählform bringt, chronologisiert und analysiert. Hammers Stimme dient als Kompass durch die Zeitgeschichte und verbindet das Private mit dem Politischen, das Persönliche mit den gesellschaftlichen Kämpfen. Hammers Kreativität und Lebensfreude werden dabei auch zu Triebfedern einer Befragung der Filmgeschichte selbst, denn O’Connor zeigt auf, wie essenziell queere und lesbische Perspektiven für die Weiterentwicklung der Filmsprache und des Kinos waren. (Dennis Vetter)

  • Dauer: 82 Min.
  • Länder: USA
  • Sprache: Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Produktionsjahr: 2026

  • Regie: Brydie O'Connor
  • Schnitt: Matt Hixon
  • Ton: Gisela Fullà Silvestre, Eli Cohn
  • Produzent*innen: Elijah Stevens, Claire Edelman