Sterben für Anfänger
15 Jahre lang hat Kurt Langbein den Krebs als einen fast interessanten, beherrschbaren Begleiter in seinem Leben betrachtet, über den er als Wissenschaftsjournalist geschrieben und Filme gemacht hat. Doch als der Krebs sich schließlich in seinem Körper ausbreitet und das palliative Stadium erreicht ist, verändert sich sein Umgang. Er realisiert, dass das Sterben begonnen hat, dem er mit seinen Mitteln zu begegnen versucht. Aus der Recherche wird ein existentieller Selbstversuch. Er besucht einen Freund, der sich zum begleiteten Suizid entschlossen hat, spricht mit Intensivmediziner*innen, Philosoph*innen, Überlebenden mit Nahtoderfahrung, geht in Hospize, sucht eine Sterbeamme auf und macht eine psychoonkologische Therapie. Ihn treibt die Frage an, wie sich Hightech-Medizin, Spiritualität, Selbstbestimmtheit und Würde vereinbaren lassen? Wie wird man beim Sterben dem Menschen als Ganzes gerecht? Langbein erfährt, dass es „nicht nur ein biologisches Ereignis ist, sondern ein sozialer, emotionaler und kultureller Prozess“. Seine eigenen Erfahrungen verknüpft er mit wissenschaftlicher Erkenntnis, aus einem „Tabuthema macht er ein Gesprächsangebot“. (Livia Theuer)
… >>>- Dauer: 92 Min.
- Regie: Kurt Langbein
