Muster, Vorgaben und Algorithmen
bestimmen unser Leben. Die Versuche Ordnung zu schaffen, Einheitlichkeit und
Vorhersehbarkeit zu erzeugen sind vielfältig: vom Aussehen über
Produktionsprozesse, Spielregeln und Musikrhythmen. Mensch und Maschine
versuchen alles zu kontrollieren, zu dokumentieren und zu automatisieren. Doch
was passiert, wenn sich nicht alle regelkonform verhalten? Wenn Einzelne
(Teile) ausbrechen, sich bewusst oder unbewusst Fehler einschleichen, das
System ausfällt und der Zufall eine Chance bekommt? Schließlich muss nicht
immer alles nach Plan laufen, denn auch das Chaos bringt neue Perspektiven und
Erkenntnisse. (Sarah
Adam)
Wie viel Individualität darf es
im Klassenraum geben? Wie wild dürfen Frisuren und wie lang und bunt
Fingernägel sein? Auf analogem 16mm-Film zeigt uns Akira Kawasaki, was an
japanischen Mittel- und Oberschulen so möglich ist und wie es vielleicht gelingt
aus dem System auszubrechen.
Über 100 Schüler*innen wagen ein wissenschaftliches Großexperiment. Da die allermeisten Menschen nicht wissen, wie ein Computer genau funktioniert, stellen sie die Datenverarbeitungsprozesse eines Computerchips live in ihrer Aula nach. Der Ablauf wird aus dem Kontrollraum mit Skepsis beobachtet, denn jedes Prozessorteilchen hat eine ganz bestimmte Aufgabe.
Ein von Anfang bis Ende durchgeplantes System wird verbessert, up-gescaled, vermarktet und zukunftsfähig. Wir sehen Produktion und Reproduktion und die Mechanismen moderner Hochhaus-Tierhaltung.
Laut und schnell muss es sein! Vor der Kulisse ostdeutscher Vergangenheit samplen und tanzen junge Menschen. Ihre Social Media-Feeds sind populär, weit verbreitet und oft geliked. Sie symbolisieren Ausbruch und jugendliche Revolte, doch gegen welches System genau wollen sie mit der Geschwindigkeit und Lautstärke ihrer Musik ankommen?
Ein Golfspieler schafft es nicht
abzuschlagen, eine Fußballmannschaft spielt gegen sich selbst und bei einem
Autorennen hat der Co-Pilot plötzlich eine Identitätskrise. Hier verhalten sich
alle entgegen den vorprogrammierten Spielregeln. Woher kommen diese
Systemfehler, oder ist das alles nur Zufall? WORLD AT STAKE ist ein
Machinima-Film, der komplett in Videospielen entstanden ist. Indem die
Künstler*innen den Algorithmus manipulieren, machen sie die Ordnungsprinzipien
des Systems sichtbar, denn hier steht nichts weniger als die Welt auf dem
Spiel.