Heat
Am Persischen Golf, einer der heißesten bewohnten Regionen der Erde, ist die Gesellschaft gespalten: in die wenigen Privilegierten, die sich schützen können, und diejenigen, die die Hitze ertragen müssen, um über die Runden zu kommen, meist Migrant*innen. Die Hitze als Lupe, die wirtschaftliche Unterschiede verstärkt. Da ist Francis, der bei seiner Arbeit als Essenslieferant täglich droht, in der Hitze zu kollabieren; Essa Ramadan, ein bekannter Meteorologe, der unermüdlich vor dem Klimawandel warnt; Sophy, eine junge Mutter, die bei Minusgraden in einer skurrilen Eislounge Tee serviert; und Carina, eine Katzenliebhaberin, die nachts große Eisblöcke auf die Straße wuchtet, um den Tieren Abkühlung zu ermöglichen. Jeder neue Tag schwächt Nerven und Körper, der Ausnahmezustand ist längst keine Ausnahme mehr. Die Hitze ist als Zustand und Grenzerfahrung Protagonistin des bildgewaltigen Films – sie klingt nach den über 50 Grad, in denen sie gedreht wurde, sie sieht danach aus und wird körperlich erfahrbar. Schwindel, Kontrollverlust und Verzerrung der Wahrnehmung geben Einblick in diese Dystopie in unserer realen Welt und in eine mögliche Zukunft für uns alle. (Sita Scherer)… >>>
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- Dauer: 84 Min.
- Regie: Jacqueline Zünd
