Melodie
Singen macht glücklich – und das gilt erst recht, wenn man es zusammen mit anderen tut. Was womöglich jede*r schon mal selbst erfahren hat, ist der Ausgangspunkt für Anka Schmids Film, in dem sie dem Phänomen in all seinen Ausprägungen und Erscheinungsformen auf den Grund geht. Inspiriert von eigenen Erfahrungen will Schmid, wie sie selbst bekennt „in den wirren Zeiten von Kriegen, Krisen und Katastrophen dem Publikum einen Resonanz-Raum schaffen, um mit sich, dem Gegenüber und der Welt in Kontakt zu treten.“ Ihre musikalische Reise führt sie und damit auch uns von Neugeborenen im Krankenhaus in ein voll besetztes Fußballstadion, sie trifft eine Sennerin auf der Alm, die den Alpsegen singt, lauscht den Stimmen von Nonnen in einem historischen Kloster und einem traditionellen Männerchor. Sie besucht eine kurdische Geflüchtetenfamilie, für die die alten Lieder ein Stück Heimat in der Fremde bedeutet und alte Menschen auf einer Demenzstation ebenso wie Frauenmärsche, in denen kampfbereite und selbstbewusste Lieder erklingen. Ihr Film ist ein ansteckendes Manifest der Lebensfreude und eine tönende Aufforderung dazu, die eigene Stimme zu erheben. (Joachim Kurz)… >>>
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- Dauer: 86 Min.
- Regie: Anka Schmid
