#1 Blick nach hinten, dann nach vorn


(BALi, KulturBahnhof Kassel)

Wurzeln schlagen, Wurzeln spüren, sich von seinen Wurzeln lösen – so weit, wie es für einen nötig und möglich ist. Familie bedeutet Geborgenheit und Ursprung, aber auch Verletzungen sowie die schmerzhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Natur und Herkunft. Dieses Programm beginnt mit dem warmen Ende und führt zum wahrhaftigen Anfang. Es handelt vom Unterdrücken und von Unterdrückten sowie von Identitäten, die über ihre Natur und Arbeit hinaus in die Vergangenheit führen. Drei Familienporträts treffen auf zwei experimentelle Arbeiten, die nach Aufarbeitung, Versöhnung, Akzeptanz und Resilienz fragen. (Linn Löffler)

Buckskin

„Do not go gently into that good night; (…) Rage, rage against the dying of the light“ (Dylan Thomas). 
Carroll B. Williams, ein afroamerikanischer Förster mit indigenen Wurzeln, blickt auf ein erfülltes Leben zurück, das er trotz einer diskriminierenden US-amerikanischen Gesellschaft dankbar gelebt hat. Seine aktivistische Arbeit für Gleichberechtigung und seine Vorreiterrolle als ausgebildeter Schwarzer Förster zeugen von Energie, Mut und Offenheit. Ein sensibles Porträt, auf Super 8 in warmen Farben gedreht und erfüllt von poetischen, intimen Gesprächen und Erinnerungen zwischen Großvater und Enkelin.

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  • +DokfestOnline
  • Dauer: 17 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
    • Regie: Mars Verrone

    Dreams for a Better Past

    Aus der Suche nach Antworten auf das Schweigen seines Vaters begibt sich der Regisseur mithilfe privater Videoaufnahmen und Fotos in die Vergangenheit seiner Familie. Sie eröffnen Einblicke in Verhaltensweisen und Reflexe, die auch sein Leben prägen. Die unaufgearbeitete NS-Vergangenheit des Großvaters wird zum Schlüssel für das generationsübergreifende Schweigen. Hierbei trifft meisterhaft montiertes Found Footage auf persönliche Überlegungen zu Vergangenheit und Zukunft.… >>>

    • Dauer: 21 Min.
    • Regie: Albert Kuhn

    dream(machine, human)

    DREAM(MACHINE, HUMAN) ist eine sinnliche Bewegung durch vielschichtige Realitäten. Der Titel lässt sich als der Versuch einer Maschine lesen, menschliche Träume zu verstehen oder vorherzusagen; als gemeinsames Träumen von Maschine und Mensch; als Traum eines Menschen, der von einer Maschine ausgeht – oder in jeder anderen Variation dieser drei Wörter. Die Geschichte spielt in einer uneindeutigen Zeit und entfaltet sich als von einer Maschine geborgene Fragmente menschlicher Erinnerungen oder als Mythologie des menschlichen Untergangs und der Verwandlung.… >>>

    • +DokfestOnline
    • Dauer: 15 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
    • Regie: Lena Bui

    SUKA (B*TCH)

    In einem kleinen slowakischen Dorf werden traditionelle Bräuche gepflegt und klassische Familienbilder gelebt. Für die queere Filmemacherin war es schwer, in diesem Umfeld aufzuwachsen. In ihrem Film kehrt sie zurück und begibt sich dorthin, wo es am meisten schmerzt: Schonungslos konfrontiert sie ihre Mutter mit deren diskriminierenden Ansichten und beleuchtet den starken gesellschaftlichen Druck, dem insbesondere Frauen ausgesetzt sind. Eine Konfrontation mit Familie und Gesellschaft, die kein Happy End bietet, aber Verständnis füreinander schafft – und die Möglichkeit, über Entwurzelung den eigenen Weg weiterzugehen.… >>>

    • +DokfestOnline
    • Dauer: 19 Min.
    • Regie: Jaroslava Jelchová

    Unfiltered

    Die Geburt eines Kindes ist zugleich blutige Realität und gelebtes Wunder. Eine kurze Dokumentation auf Super 8 über Arbeit und Mutterschaft.… >>>

    • +DokfestOnline
    • Dauer: 1 Min.
  • Premiere: Weltpremiere
    • Regie: Yuhan Wang