Karneval als Protest, Rap als Überleben, Vision als Flug – die Filme dieses Programms untersuchen die doppelte Bedeutung von „Dienst“: Unterwerfung durch staatliche und militärische Strukturen und ein Selbstausdruck, der in queerer Kultur nachhallt; SERVING. Dienen und Serving erscheint als Disziplin, die in den Körper eingeschrieben wird, doch es bedeutet auch Widerstand: eine Choreografie von Macht und Verletzlichkeit, in der Pflicht und Verlangen kollidieren, während Präsenz, Stil und Performance zu Formen von Auflehnung und Überleben werden. (Boris Hadžija, Matti Ullrich)
In einer abgelegenen Kaserne beginnen junge Rekrut*innen ihre Grundausbildung in der Bundeswehr. Ein 18-Jähriger, für 17 Jahre verpflichtet, begegnet Disziplin, Druck und Zweifel. Als er Misserfolge und den Druck auf einen Mitbewohner erlebt, erweist sich die vermeintliche Ordnung als wenig einheitlich.
Im Trubel des Karnevals in Rio schreibt Ilma an ihren Sohn. Wie spürt sie seine Präsenz in der Menge? In der Schwebe der Zeit verwandelt sich das Fest in einen Raum der Erinnerung und des politischen Widerstands.
Memphis, Tennessee. Rapperin La Chat (Chastity Daniels) führt uns durch verschiedene Erzählungen, ihre eigenen, und leitet uns durch eine Stadt voller Geister und Träume.
Der Habichtjunge glaubt, seine Augen hätten die Kraft der Erleuchtung. Als Raubvogel fliegt er über brennende Landschaften auf der Suche nach Aas. Zu nah am Feuer fragt er sich, ob er blind ist oder träumt. Im Rauch verschwindet ein Bild der Gewalt von Mexikos Drogenhandel.