Vom Traum unsinkbar zu sein
VOM TRAUM, UNSINKBAR ZU SEIN erzählt vom Aufstieg und Verschwinden der DDR-Hochseefischerei – und vom Weiterleben ihrer letzten Schiffe. Einst umfasste die Flotte über hundert Schiffe, kein einziges ging in vierzig Jahren verloren. Nach der Wende treiben nur noch wenige der Stahlkutter über die Meere – und tragen neue Namen, neue Aufgaben, neue Träume: Aus Fornax wird NIDA, aus Seefuchs wird Life. Rettungsschiff, Klangraum, Kulturplattform – die Umnutzungen sind so vielfältig wie die Biografien dieser Schiffe, die mehrmals die Besitzer*innen wechseln, beschlagnahmt werden, verschwinden. Regisseur Tom Fröhlich hat vier dieser Schiffe in Grönland, Spanien, Dänemark und Hamburg aufgespürt. Die Wende bedeutete für viele Seefahrende das Ende ihres Lebens auf See, doch das Meer bleibt Sehnsuchtsort. Mithilfe von Found Footage, Zeitzeug*innen und einem Chor entsteht eine Reise durch die Erinnerung – eine Zeitreise unter Deck. Zärtlich flüstert es durch den Motorenraum: „Halt noch etwas durch, ich mach dich wieder fit.“ Eine Heimatgeschichte auf dem Meer – über Abschied, Wandel und das, was bleibt. (Stefanie Gaus)
Nominiert für den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts
- Dauer: 87 Min.
- Regie: Tom Fröhlich
