
Das DokfestForum findet in Kooperation mit dem Fridericianum statt und lenkt den Fokus auf die Schnittmenge von Film, Dokumentation und bildender Kunst. An zwei aufeinanderfolgenden Abenden werden ausgewählte Arbeiten von Nina Könnemann und Yalda Afsah präsentiert und im Anschluss an die Aufführungen im Gespräch mit den Künstler*innen die filmischen Strategien sowie das Verhältnis zum jeweiligen Schaffen diskutiert.
Nina Könnemann
Im Zentrum von Nina Könnemanns künstlerischer Praxis stehen Beobachtungen des öffentlichen Raums, alltäglicher Verhaltensweisen und subkultureller Dynamiken. Ihre häufig dokumentarischen Videoarbeiten richten den Blick auf marginale Orte und Übergangszonen sozialer Ereignisse – etwa die Ränder von Großveranstaltungen, Versorgungs- und Infrastruktureinrichtungen. Dabei untersucht sie unausgesprochene Regeln und gesellschaftliche Mechanismen, die sich in beiläufigen Situationen und Mikrointeraktionen zeigen. In ihrer jüngsten Werkgruppe BLOCKEN (2023–) überführt Könnemann ihre Beschäftigung mit dem öffentlichen Raum in Live-Video-Performances, bei denen mehrere Filmemacher*innen dezentral und in Echtzeit gemeinsam eine dokumentarische Narration entwickeln.
Auf das Screening von Filmausschnitten aus der Werkgruppe BLOCKEN und weiterer filmischer Arbeiten folgt ein Gespräch mit Könnemann über ihre Live-Video-Performances sowie die medialen Strukturen und Aufmerksamkeitsökonomien, die darin verhandelt werden.
Einführung: Luise von Nobbe (Kuratorin), Fridericianum
Screening: Ausschnitte aus der Werkgruppe BLOCKEN (2023–) und eine Auswahl weiterer filmischer Arbeiten
Im
Anschluss: Gespräch mit der Künstlerin
(Bild: Courtesy Emmelines, New York)