Was bleibt von Zuhause, wenn Entfernung dauerhaft wird? Ein Astronaut ruft seine Mutter aus dem All an. Ein Mann in Brüssel wartet auf Nachrichten seines Partners in Beirut. Vier Freunde sprechen in Kyjiw über einen möglichen Krieg, bevor er beginnt. Briefe und Fotografien tragen Erinnerungen über Grenzen hinweg, ein Sohn blickt aus einem fernen Fenster zurück auf seine Mutter. Die Filme bewegen sich zwischen Krieg, Migration und persönlicher Erinnerung. Sie fragen, wie wir Menschen und Orten nahe bleiben können, zu denen wir vielleicht nicht zurückkehren. (Hoda Taheri)
1988 flog Abdul Ahad Momand als erster und bislang einziger afghanischer Astronaut ins All. Von dort rief er seine Mutter an. Der Film verbindet diesen Moment mit Erinnerungen an Afghanistan und Erfahrungen mit der Diaspora: Wie erzählt man von einem Land, dessen Geschichte von Krieg und Vertreibung geprägt ist?… >>>
Während sein Partner den Krieg in Beirut erlebt, kümmert sich ein junger Mann in Brüssel um dessen Katze und die leere Wohnung. Nachrichten, Videos und Pausen zwischen den Mitteilungen sind seine Verbindung zu ihm. Aus sicherer Entfernung wächst die Unruhe darüber, nicht bei ihm sein zu können.… >>>
Am 9. Februar 2022 sprechen vier Freunde in Kyjiw über russische Truppen an der Grenze und darüber, was als nächstes geschehen könnte. Später zeigt der Film, wie sich ihr Leben verändert hat. Die Aufnahmen halten einen privaten Moment fest, in dem die Zukunft noch offen erscheint.… >>>
Zwölf Jahre nach ihrer Flucht aus Iran über die Türkei nach Europa geben Wiener Marktstandbetreiber*innen Einblick in ihre Leben. Briefe, Fotografien und Alltagsszenen verbinden ihre Erinnerungen an die Reise mit der Gegenwart. Auch für die Regisseurin wird die Annäherung zu einer persönlichen Suche nach Zugehörigkeit.… >>>
In einer Stadt, weit von zuhause entfernt, ist Marko früh am Morgen wach. Vom Fenster aus erinnert er sich an seine Mutter Nataša. Aus den Erinnerungen wächst langsam ein Geständnis über etwas, das er bisher niemandem erzählt hat.… >>>