Kdyby se holubi proměnili ve zlato


(Gloria)

Kdyby se holubi proměnili ve zlato (If Pigeons Turned to Gold)

CN: Depression
Bilder aus der Kindheit, die plötzlich zum Leben erwachen und zu sprechen beginnen, eine KI-animierte Taube, dazu harte Elektrobeats, rasante Schnitte und dann wieder ganz ruhige Passagen, in denen sich das ganze Elend einer Familie entfaltet. Pepa Lubojackis Film über ihren alkoholkranken und obdachlosen Bruder sowie über ihre Cousins, die in ähnlich prekären Verhältnissen leben, ist eine Familienaufstellung der ungewöhnlichen Art. Je länger der Film dauert, desto schlüssiger erscheinen all die experimentellen Stilmittel und formalen Grenzüberschreitungen, die nach anfänglicher Irritation ein Werk formen, das man so noch nicht gesehen hat. Kann man auf diese Weise einen Film über den eigenen, innig geliebten Bruder und dessen Leid drehen? Die tschechische Regisseurin Pepa Lubojacki wagt mit ihrem Film über Verwahrlosung und familiäre Traumata ein Experiment und gewinnt damit auf ganzer Linie. Ihr Film eröffnete in diesem Jahr die Sektion Forum des Internationalen Films bei der Berlinale und gewann dort sowohl den Caligari-Preis der Kommunalen Kinos wie auch den Dokumentarfilmpreis der Berlinale, später folgten weitere Preise, unter anderem beim Crossing Europe Festival in Linz. (Joachim Kurz)

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  • Dauer: 110 Min.
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Pepa Lubojacki