Sieben Kreise der Hölle
CN: Gewalt
Wladyslaw war Bankangestellter bevor er für das ukrainische Militär an die Front ging. Seine klaren Worte sind als erstes zu hören. Er berichtet von den mentalen Folgen seiner Erfahrungen im Krieg, vom Leben an der Front und zurück in der Stadt, von den Erinnerungen an die Gewalt, vom gesellschaftlichen Blick auf Veteran*innen. Auf seine Geschichte folgen fünf weitere, vermittelt in Interviews, mal bühnenhaft, mal situiert in Alltagsszenen. Kataryna ist noch aktiv, will nicht zurück ins zivile Leben, kann ihr früheres ich in ihrem heutigen Leben nicht mehr erkennen. Für alle ist der Krieg eine Zäsur, für einzelne die neue Normalität, für andere ein Lebensabschnitt. Die Regisseure verbinden die Interviews mit privaten Fotografien und Videoaufnahmen der Soldat*innen von der Front, befragen sie zu ihren Konzepten der Hölle, nach ihrem Verhältnis zu positiven und negativen Gefühlen, Leben und Tod. Streng methodisch und sachlich fächert SIEBEN KREISE DER HÖLLE das Leben im Krieg ebenso auf wie die mentale Verfassung von Personen mit Fronterfahrung. Ein kollektives Psychogramm in dem die Einzelschicksale immer auch zu Parabeln werden. (Dennis Vetter)
Ausgezeichnet mit dem Hessischen Filmpreis 2026 in der Kategorie Dokumentarfilm.
- +DokfestOnline
- Dauer: 94 Min.
- Regie: Andrzej Klamt, Frank Amann
