Hochschulporträt: Baltic Film, Media and Arts School (Tallinn University)


(kleines BALi, KulturBahnhof Kassel)

Seit mehr als 30 Jahren wird jedes Jahr eine internationale Hochschule oder ein Studienprogramm auf dem Kasseler Dokfest vorgestellt: Mitglieder der jeweiligen Hochschule werden nach Kassel eingeladen und präsentieren eine Auswahl an Arbeiten, die im Hochschulkontext entstanden sind, auf dem Kasseler Dokfest. Die im Anschluss an die Screenings stattfindenden Diskussionen geben dem Publikum die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und zu Netzwerken. 

Die Baltic Film, Media and Arts School (BFM) der Tallinn University steht auf dem 42. Kasseler Dokfest im Fokus und wir begrüßen Riho Västrik  – Dokumentarfilmproduzent, -regisseur und Direktor der BFM –, der die Filmschule in Kassel präsentieren wird. Das Filmprogramm der BFM präsentiert fünf unterschiedliche Dokumentarfilme, die sich mit menschlicher Resilienz, Identität und Wahrnehmung auseinandersetzen.

ULLA

Die Slice of Life-Dokumentation begleitet den Alltag von Ulla, einer blinden Frau, nach einer Operation zur Augenentfernung. Mit Hilfe ihres Blindenhundes Laina meistert sie das Leben in Helsinki – auf der Suche nach einem künstlichen Auge und einem besseren Verständnis für Fotografie.

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  • Dauer: 12 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
    • Regie: Ábel Szeszler

    Cronopio

    Mariano „Cronopio“ Gedwillo verwandelt den Alltag in Performancekunst. Durch Lehren, Clowning und Zirkusauftritte kanalisiert er Emotionen, die er nicht in Worte fassen kann – er lässt Cronopio das gesamte Spektrum menschlicher Gefühle verkörpern, von Trauer bis Freude.

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    • Dauer: 12 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
    • Regie: Dāvis Cipsts

    Backstage Bardo

    BACKSTAGE BARDO ist ein Kurz-Dokumentarfilm, der die Zuschauer*innen auf eine einzigartige Reise in den Alltag eines Leichenhausmitarbeiters mitnimmt. Aus einer intimen, nahen Perspektive beleuchtet der Film die inneren Abläufe eines Leichenhauses sowie die persönlichen Erfahrungen des Personals. Der beobachtende Stil fungiert als „Fliege an der Wand“ und zeigt die Herausforderungen im Umgang mit dem Tod sowie die Bedeutung von Mitgefühl in diesem Berufsfeld.

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    • Dauer: 14 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
    • Regie: Maros Pulscak

    Scarlet

    Eltern zu werden ist für die meisten Menschen der glücklichste Tag ihres Lebens – doch nicht für Gerhard und Keity, denn die Geburt bringt sowohl das Neugeborene als auch die Mutter in einen kritischen Zustand. Gerhard ist gezwungen, dieser Situation allein entgegenzutreten, da er Keity im Krankenhaus nicht beistehen kann. Der Film begleitet ihn in den folgenden Tagen – wobei die ersten 72 Stunden die kritischste Zeit für das Neugeborene sind.

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    • Dauer: 20 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
    • Regie: Ralf Tafenau

    Roots Unearthed

    Ein entfremdeter Filmemacher beginnt zu glauben, dass die Ursache seiner tiefen Unruhe der Ruf seiner Heimat ist – eines Ortes, an dem er von Geburt an ein Fremder ist. Er begibt sich auf eine Reise zurück zu seinen Wurzeln, um seine gegenwärtige Realität mit der Tiefe seiner Ahnenvergangenheit in Einklang zu bringen. Geleitet von einer inneren Sehnsucht durchquert er raue Landschaften und begegnet verschiedenen Menschen, die jeweils ihre eigenen Erzählungen von Geschichte und Tradition haben. Durch Selbstreflexion und Begegnung erkennt er die oft übersehene Bedeutung von Zugehörigkeit im Leben eines Menschen.

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    • Dauer: 19 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
    • Regie: Baran Ismail Ulas