Matinee: Das schönste Bild


KulturBahnhof Kassel

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Ob es um die Gestaltung des eigenen Körpers geht, die Inszenierung eines marktkompatiblen Bäuer*innen-Images, um nervenzehrende Beziehungsarbeit oder die erotisch aufgeladene Faszination für einen Berg – die vier Filme des Programms DAS SCHÖNSTE BILD stellen die Prozesse des Bildermachens, des Abbildens und der Vorstellung in den Mittelpunkt. Ein Weltstar-Bodybuilder sinniert über seinen Sport als Kunst, eine junge Filmemacherin sucht die ideale Online-Inszenierung des Familienbetriebs, ein lebendes Gemälde erzählt von entzauberten Partnerschaften und ein Fotograf ist auf der Suche nach einem Lehrmeister. (Uli Ziemons)

Arnold Schwarzenegger – The Art of Bodybuilding

Bodybuilding- und Actionfilmikone Arnold Schwarzenegger wird von einem Kunsthistoriker interviewt: Am Rande des Mr.-Olympia-Bodybuilding-Wettbewerbs Mitte der 1970er Jahre spricht “Arnie” von der Arbeit an seinem Körper als künstlerischem Akt. Wenn die eigene Physis zum Material wird, agiert der Bodybuilder als Bildhauer. In ihrer Installation “Sculpting the Body” hatte Babeth VanLoo Arnold Schwarzenegger in der Pose von Rodins Denker präsentiert, als lebendes Kunstwerk. Für diesen Kurzfilm reanimiert sie die Originalaufnahmen der Installation in einer neuen Bearbeitung.… >>>

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  • Dauer: 8 Min.
  • Regie: Babeth M. VanLoo

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen

Bauer Fritz verabscheut Veränderungen und führt seinen kleinen Betrieb weiter wie gehabt – Dumpingpreisen, Dürreperioden und der Digitalisierung zum Trotz. Seine Tochter Amelie, eine junge Filmemacherin, will ihm helfen, den Hof zu halten. Mit dem Online-Verkauf von Stock-Footage-Videoclips des bäuerlichen Alltags will sie ein zweites Standbein aufbauen und holt dafür Vater, Bruder und Schwägerin vor die Kamera. Die Produktion läuft überraschend gut an, man versteht sich als Erzeuger*innengemeinschaft und alle machen mit. Bis der Familie schließlich klar wird: auch hier in der digitalen Welt verkauft man zu den Geschäftsbedingungen anderer.… >>>

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  • Dauer: 20 Min.
  • Premiere: Weltpremiere
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Amelie Befeldt

    Ich schenke dir ein Lächeln

    Eine Frau und ein Mann posieren für ein Porträt, er links, sie rechts, aufrecht sitzend, in elisabethanischen Gewändern mit steifen Krägen, spitzen Schuhen. Was wirkt, wie eine detailgenaue Rekonstruktion eines Gemäldes eines aristokratischen Ehepaars erhält einen doppelten Boden, als die Porträtierten zu sprechen beginnen. ICH SCHENKE DIR EIN LÄCHELN untersucht die Mechanismen und Strategien, die sich im Laufe der Zeit in Paarbeziehungen einschreiben.… >>>

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    • Dauer: 11 Min.
  • Premiere: Weltpremiere
    • Regie: Carolin Schmitz

    Fujinoyamai

    Ein paar Mal im Jahr ereignet sich das wunderschöne Phänomen namens „Diamond Fuji“: Die auf- oder untergehende Sonne schiebt sich so hinter den Gipfel des Fuji, dass sie den japanischen Berg wie einen Diamanten zum Glitzern bringt. Fasziniert von dieser Vorstellung macht sich Sasha auf eine Expedition nach Japan. Seine Frage ist, ob „Diamond Fuji“ mit dem bloßen Auge zu sehen ist oder nur als optische Illusion, die in der Kameralinse passiert. Am Fuß des Fuji trifft er auf zahllose Amateurfotograf*innen und den Meister Ohyama-Yukio, der den Berg seit über 40 Jahren ablichtet. Sasha richtet seine Linse mehr und mehr auf die Menschen hinter den Kameras. In ihnen, in seinen Begegnungen mit der Natur und in seiner kleinen digitalen Kamera spiegelt Sasha seine eigene Faszination.… >>>

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    • Dauer: 29 Min.
  • Premiere: Europapremiere
    • Regie: Sasha Tamarin