Vertagte Träume


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Träume, Umbrüche, Utopien – in fünf Filmen reflektieren die Filmemacher*innen im Programm VERTAGTE TRÄUME auf unterschiedliche Weise Ängste, Sehnsüchte, Forderungen und Wünsche an eine solidarische Gesellschaft und das Zusammenleben. Was ist, wenn das Träumen in einen realen Albtraum kippt? Albträume in Form von Bedrohung der Freiheitsrechte, staatlicher Gewalt, Grenzregimen, Nationalismus und Diskriminierung? Die Filme erzählen poetisch, kritisch und politisch von Schicksalen, Ungerechtigkeiten und Hoffnungen auf eine bessere und gerechtere Zukunft. Wie fragil die Welt auf Unsicherheiten und Umbrüche reagieren kann, zeigen unsere Geschichte und die Filme. Und wie Ingeborg Bachmann treffend warnt: „Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.” (Cana Bilir-Meier)

What Happens to a Dream Deferred

Neujahr in Tijuana, Mexico. Im "Trap House" bereiten Wood und Colonel zur Feier des Haitischen Unabhängigkeitstages eifrig eine "Joumou"-Suppe zu. Während sie kochen, kommen Erinnerungen an ihre zwei Jahre zurückliegende Reise hoch, die sie an die amerikanisch-mexikanische Grenze führte. Nach Haiti, Brasilien und neun andere süd- und zentralamerikanischen Staaten sind sie nun hier eingeklemmt, zwischen dem Traum von einer Musikkarriere in den Staaten und einem US-Präsidenten, der eine offensiv rassistische Haltung gegenüber Haitianern vertritt.… >>>

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  • Dauer: 25 Min.
  • Premiere: Weltpremiere
  • Nominierung: Goldener Schlüssel
    • Regie: Esery Mondesir

    Letters from Silivri

    Osman Kavala, einer der führenden Persönlichkeiten der türkischen Zivilgesellschaft, befindet sich seit dem 1. November 2017 im Hochsicherheitsgefängnis in Silivri. LETTERS FROM SILIVRI beschäftigt sich mit in Gefangenschaft geschriebenen Briefen des Philanthropen Kavala, welche die Zeitleiste seiner Gefangenschaft dokumentieren. Auf einer visuellen Ebene zeigt der Film die Straßen des Istanbuler Stadtteils Esenyurt, ein Ort, der stark von der extremen urbanen Transformation der Stadt beeinflusst wird. Durch die Trennung von Stimme und Bild will der Film eine Echokammer schaffen, die es dem Zuschauer ermöglicht, Kavalas Briefe genauer zu hören und gleichzeitig seine Worte in einen Kontext zu einer Zivilgesellschaft zu lesen.… >>>

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    • Dauer: 16 Min.
    • Regie: Adrian Figueroa

    A Thin Place

    A THIN PLACE dokumentiert die Sommersonnenwende am Glastonbury Tor in Somerset. Für viele verkörpert das Glastonbury Tor das spirituelle und mythologische Herz Englands - zum einen als die geographische Mitte der Legende Arthurs und zum anderen als Ankunftsort der Christlichen Glaubens in Britannien. Gedreht im Jahr 2019,, als die populistischen Rhetorik rund um den Brexit die Nation tief gespaltet hat, fungiert A THIN PLACE als Venti, das es erlaubt Dialoge rund um englischen Nationalismus, Identität und Romantisierung zu reflektieren.… >>>

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    • Dauer: 12 Min.
    • Regie: Fergus Carmichael

    Deux soeurs qui ne sont pas soeurs

    Zwei Schwestern (die keine Schwestern sind), zwei Schwangerschaften, ein Zweisitzer, eine Schönheitskönigin, ein Pudel. Die Wahl eines zweiten Faschisten – dieses Mal in Brasilien. Ein Krimi ohne Mord, DEUX SOEURS QUI NE SONT PAS SOEURS erschließt sich uns wie ein Traum. Der Film wurde auf 16mm anamorphotisch gedreht und basiert auf einem Originaldrehbuch von Gertrude Stein, das 1929 geschrieben wurde, als der europäische Faschismus in Schwung kam. Der Film spielt im zeitgenössischen Paris in einem Moment vergleichbarer sozialer und politischer Unruhen, zu denen er Parallelen zieht. Mit einem intimen Netzwerk von Freunden und Einflüssen der Regisseurin als Hauptdarsteller, von der berühmten New Yorker Schuldichterin Alice Notley bis zur Pädagogin Diocouda Diaoune, spielt der Film mit Steins Interesse an Autobiografie und Wiederholung ist ist zugleich aber auch abstrakter Thriller und Kollektivportrait… >>>

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    • Dauer: 22 Min.
    • Regie: Beatrice Gibson