Once upon a Time in Venezuela


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Once upon a Time in Venezuela

„Es war einmal in Venezuela“... So märchenhaft Titel und Prolog auch anmuten, so ernüchternd ist die gezeigte Lebensrealität des schwimmenden Dorfes Congo Mirador, die sinnbildlich für ein ganzes Land steht. Venezuela besitzt mehr Öl als jede andere Nation der Erde, dennoch lebt das Volk im Elend und in politischer Zerrissenheit. Vielerorts drohen Umweltkatastrophen – In ONCE UPON A TIME IN VENEZUELA erleben wir sie hautnah. Eine gefährliche Ansammlung von Sedimenten dringt in den Maracaibo-See ein und lässt das Dorf von innen nach außen verrotten. Einige Bewohner*innen versuchen Trost in einer Regierung zu finden, der es an den Ressourcen fehlt den Ausgegrenzten zu helfen, andere kämpfen für eine kaum existente politische Alternative. Was die Menschen trotz tiefer Risse eint, ist die Liebe zu einem magischen Ort. Rodríguez Ríos´ Kamera wandert schwebend und schwimmend zugleich durch Congo Mirador: Sie beobachtet die Schönheit der noch vorhandenen Natur, fängt die Lebenslust der feiernden Menschen ein und begegnet ihnen bei hitzigen Regierungsdebatten. Die Streifzüge der Kinder, ihre Energie und ihr absehbares Schicksal bewegen – ein Dorf versinkt im wahrsten Sinne des Wortes in Vernachlässigung. Diese Lebensaufzeichnung ist eine Liebeserklärung: Wehmütig, lyrisch, warnend. Umso wichtiger, dass dieser Dokumentarfilm überwältigende Resonanz auf internationalen Festivals erfährt. „Ein kraftvolles Bild des erzwungenen Exils ... die Verkörperung einer ganzen Nation. Ríos fängt den Niedergang des Dorfes mit einigem Maß an Zuneigung und einem scharfen Auge für natürliche Schönheit ein.“ (Jordan Mintzer vom „Hollywood Reporter“) (Cosima Lange)… >>>

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  • Dauer: 99 Min.
  • Nominierung: A38-Produktions-Stipendium
    • Regie: Anabel Rodríguez Ríos