Kammerspiele


KulturBahnhof Kassel

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Ein Raum, der Schutz bedeuten kann, wird schnell zu eng, wenn man ihn nicht verlassen darf. Das können die eigenen oder fremde vier Wände genauso sein wie ein ganzes Land. Die Erfahrung des Festsitzens und Eingeschränktseins verbindet die Filme des Programms. Doch ihre Protagonist*innen und Macher*innen finden bestechende Wege, die eingrenzenden Mauern hinter sich zu lassen – sie verwandeln ihre Kammern in Camera Obscuras, bauen Vorstellungsräume, durchbrechen Wände, erweitern den Blick. Dabei greifen sie genauso auf ihre eigene Imagination zurück wie auf die des Kinos. (Uli Ziemons)

Like Mirages Before Us They Receded

Eine Frau sitzt an einem Tisch. Sie schneidet das gedruckte Bild einer Landschaft zurecht und hängt es an die Wand ihres Studios. Ihre Handlung bringt das Bild zum Leben. Der Blick öffnet sich.… >>>

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  • Dauer: 3 Min.
  • Premiere: Weltpremiere
    • Regie: Pamela Breda

    Još uvijek ne znam

    Ein Elternhaus in Kroatien. Eine Künstlerin, die nach langer Zeit zurückgekehrt ist. Die COVID-19-Pandemie zwingt zum Aufenthalt. Erinnerungen und Spiegelungen, optische Tricks und filmischer Einfallsreichtum verbinden sich zu einer spielerischen Erforschung von Einsamkeit und Familie.… >>>

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    • Dauer: 5 Min.
  • Premiere: Weltpremiere
    • Regie: Bela Bracko-Milesevic

    Junkerhaus

    Karl Junker (1850-1912) widmete sein Leben dem Bau seines Hauses in Lemgo. Sämtliche Oberflächen bedeckte er mit detailreichen Holzschnitzereien – sein Künstlerhaus wurde zu seinem Lebenswerk und zu einem manifesten Ausdruck kreativer Einsamkeit. Junker spann sich in seinen Schnitzereien, die sich über alle Stockwerke, über Möbel und in jede Ecke ausbreiteten, ein wie in ein Spinnennetz. Der Überfluss an verschränkten Motiven erzeugt einen faszinierenden und doch erdrückenden Effekt. Bizarr auch deshalb, weil Junker das Haus als Heim für eine Familie erdachte, dort jedoch zeitlebens allein wohnte. JUNKERHAUS zeigt Körper und Gebäude, Materie und Erinnerung in ständiger Interaktion und Kombination und erzeugt einen psychologischen Rückzugsort außerhalb etablierter Strukturen.… >>>

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    • Dauer: 8 Min.
    • Regie: Karen Russo

    The Fantastic

    THE FANTASTIC basiert auf Interviews mit nordkoreanischen Exilant*innen, die beschreiben, wie sie sich die Welt jenseits der Landesgrenzen vorstellten. Ihre Ideen basierten auf ins Land geschmuggelten Spielfilmen aus dem Westen. Zwischen dokumentarischen Aufnahmen und visuellen Effekten wechselnd, fragt der Film, wie "Realität" definiert wird und woran wir glauben wollen. THE FANTASTIC kehrt die Blickrichtung um: Hier sind es nicht die Westler*innen, die wie durch ein Schlüsselloch einen heimlichen Blick auf den nordkoreanischen Alltag erhaschen. Stattdessen sind es die Nordkoreaner*innen, die ihre Neugier auf die Außenwelt richten und ein Leben in den Ländern des Westens imaginieren.… >>>

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    • Dauer: 30 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
    • Regie: Maija Blåfield

    Revolykus

    „Vor einigen Jahren bin ich nach Deutschland ausgewandert. Hier, wohne ich in einem kleinen alten Haus, das dringend modernisiert werden muss, und das mich theoretisch vor Wind, Regen und Kälte schützt.“ (Victor Orozco Ramirez)Ein baufälliges Haus in der deutschen Provinz wird zur Leinwand für die Geschichte einer Migration, erzählt mit animierten Wandgemälden, toten Insekten und dem Blick auf einen Einsatz der freiwilligen Feuerwehr.… >>>

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    • Dauer: 12 Min.
    • Regie: Victor Orozco Ramirez

    E14

    Ein Fenster zum Hof: Akribisch dokumentiert ein Filmemacher und Kameramann die Ereignisse vor seinem Fenster während der ersten zwei Wochen des Lockdowns in der Corona-Pandemie. Dabei fördert er aus der distanziert-sicheren Position des hitchcockschen Hinterhof-Voyeurs das erratische Verhalten seiner Nachbar*innen in einer der am dichtesten besiedelten Wohngegenden Großbritanniens, mitten in London, zu Tage.… >>>

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    • Dauer: 19 Min.
    • Regie: Peiman Zekavat