Texas Trip A Carnival of Ghosts


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Texas Trip A Carnival of Ghosts

Wer das Filmschaffen von George Romero, Roger Corman oder Herk Harvey achtet, wird vermutlich unmittelbar Gefallen an TEXAS TRIP – A CARNIVAL OF GHOSTS finden. Ausschnitte aus Horrorfilmen der 1960er und 70er Jahre werden zu Beginn dieses dokumentarischen Trips mit Bildern von Ruinen der amerikanischen Drive-In-Kultur zu einer wilden Collage montiert. Das Regieduo Steve Balestreri und Maxime Lachaud transportiert Ghule und Geister dieser vergangenen Subkultur des Films in eine Nische der aktuellen texanischen Musikszene. Dabei gerät ihre filmische Navigation selbst zum virtuosen, teils kakophonisch tönenden Kunststück. Die von Balestreri virtuos gefilmten Passagen wechseln mit Konzertausschnitten von Künstler*innen wie Gilles Mother Fakir, Ernestina Evelyn Forbis und Attic Ted. Dabei wird auch das Performative und Schonungslose ihres Schaffens deutlich, das von einer ständig wachsenden Anhänger*innenschaft gefeiert wird. Obgleich TEXAS TRIP – A CARNIVAL OF GHOSTS die Zuschauer*innen mit Horrorphantastik und Noise konfrontiert, kommt der Film immer wieder zur Ruhe und wird durch die Dialoge und Monologe seiner Protagonist*innen zu einer Reflexion über Performance, Körperlichkeit und Identität. Dabei konstatiert Mother Fakir: „We create ourselves and we destroy ourselves.“ Diese innere Haltung findet wiederum Ausdruck in seinen verstörenden, eindringlichen Darbietungsqualitäten auf der Bühne. Balestreri und Lachaud haben den gebührenden filmischen Rahmen dafür kreiert. Ihr Debutfilm überzeugt durch stilistische Klarheit und ist ein im besten Sinne nicht massentaugliches Werk. (Carsten Siehl)… >>>

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  • Dauer: 81 Min.
  • Premiere: Deutschlandpremiere
    • Regie: Steve Balestreri, Maxime Lachaud