Robolove


Gloria Kino

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Robolove

So lange wie die Idee von Künstlicher Intelligenz existiert, gibt es auch die Angst vor ihr: die Angst, dass die Menschheit durch etwas selbst Geschaffenes erst übertroffen und dann ausgelöscht werden könnte. ROBOLOVE von Maria Arlamovsky widmet sich dem hochaktuellen Thema der Interaktion zwischen Mensch und Maschine offen und vielschichtig: Im Kern steht der Transhumanismus. Die internationale Bewegung und Denkrichtung sucht nach Möglichkeiten, die biologischen Grenzen der Menschen durch den Einsatz von Technologie und Wissenschaft zu verändern und zu überwinden. Es werden Herstellung und Betrieb von menschenähnlichen sozialen Robotern gezeigt, Forscher*innen erzählen von ihrer Motivation und persönlichen Zukunftsvisionen. Es fällt auf: Fast alle Roboter haben einen Frauenkörper. Mit „Harmony“ lernen wir sogar einen Sexroboter mit Spracherkennungs-App kennen. Ihr Erfinder Matt McMullen erklärt: man könne ganz man selbst sein, ohne beurteilt zu werden. Bruce Duncan arbeitet daran das Gedächtnis eines Menschen extern zu speichern. Sein Plan: Die Erinnerungen sollen durch einen Nachbau des Menschen abgerufen werden. Die Kraft von ROBOLOVE liegt in seiner scheinbaren Neutralität: Die feinen Beobachtungen in der Gegenüberstellung von Authentizität und Künstlichkeit entfalten einen Reflexionsraum über die Zukunft des Menschseins. Wenn der bekannte japanische Robotiker Hiroshi Ishiguro mit seinem Ebenbild, einem Nachbau seiner selbst, kommuniziert, ist man hin- und her gerissen: Fühlt sich die Zukunft düster an, sind die Fortschritte der Robotik evolutionär fortschrittlich oder doch einfach nur zum Schmunzeln? Bestaunenswert sind die Fortschritte der Robotik allemal. (Cosima Lange)… >>>

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  • Dauer: 75 Min.
  • Regie: Maria Arlamovsky