Hochschulporträt: filmArche


KulturBahnhof Kassel

Das Filmprogramm der filmArche präsentiert einen Querschnitt durch die Studienzeit. Neben einem Film, der zur Bewerbung an der filmArche eingereicht wurde (BLACKOUT) gibt es Übungsfilme aus den verschiedenen Jahrgängen, einen Abschlussfilm (FALTENROCK) sowie einen Film, der in unserem langjährigen Austausch mit der Filmschule in Bamenda, Kamerun entstand (DEMIAN). Zur Herausbildung eines eigenen Stils fördert die filmArche insbesondere die Auseinandersetzung mit verschiedenen Möglichkeiten und Formaten des Dokumentarischen. Dies spiegelt sich in dem vielseitigen Programm wider, das neben klassischen Dokumentarfilmen auch verschiedene ästhetische Spielereien mit dokumentarischen Formen zeigt.

Blackout

Es geht um zwei Menschen – Geschwister – deren Erinnerung aufgrund eines tragischen Ereignisses in ihrer Kindheit Lücken aufweist, was immer wieder zu einem Blackout führt: Ihr Vater war von der französischen Miliz festgenommen und den deutschen Besatzer*innen zur Deportation übergeben worden.… >>>

  • Dauer: 5 Min.
  • Regie: Janni Christiane Jungblut

O Retorno

Wie schreiben sich unsere Erfahrungen in unsere Körper ein, sodass sie eines Tages unsere Identität, ja vielleicht sogar uns selbst ausmachen? Ein Film über die Rückkehr in eine Heimat, die heilsam und schmerzhaft zugleich ist. Eine post-migrantische Verhandlung familiärer Erinnerung.… >>>

  • Dauer: 3 Min.
  • Regie: Rocío Carline Riekesmann

Sardines

Alles beginnt in Bologna am 14. November 2019. Vier junge Bologneser*innen rufen zu einem Flashmob auf: Sie sagen NEIN! zu rechtem Hass und Hetze.Dicht an dicht treffen sich tausende Menschen – zusammengepfercht wie die Sardinen – auf der Piazza Maggiore. Die Sardine wird zu ihrem Symbol: Ein Schwarm, der sich formiert, um den „Hai“ zurückzudrängen. Innerhalb weniger Tage schwärmen die Sardinen aus, auch nach Berlin.… >>>

  • Dauer: 8 Min.
  • Regie: Andrea Messner

Bio|Rational

Der installative Kurzfilm öffnet in 56 Bildkombinationen 112 Fenster, aus denen rhythmisch Blicke auf Natur und Kultur geworfen werden. Alles beginnt mit einem Raster, alles endet mit einem Raster. BIO|RATIONAL ist eine Untersuchung zur „Ordnung" der Dinge.… >>>

  • Dauer: 4 Min.
  • Regie: Andrea Messner

Wären Sie mal besser zuhause geblieben

In WÄREN SIE MAL BESSER ZU HAUSE GEBLIEBEN erzählt die mexikanische Filmemacherin Aline Juárez wie sie im April 2020 am Rande einer Kunstaktion gegen deutsche Waffenexporte durch die Berliner Polizei festgenommen wurde. Sie berichtet vom Rassismus und Sexismus der Polizist*innen und stellt sich ihren Gefühlen der Ohnmacht, Verletzlichkeit und Wut.… >>>

  • Dauer: 6 Min.
  • Regie: Aline Juárez

Parda

Ein autoritäres Regime plant, die Vorherrschaft der Weißen in Brasilien wiederherzustellen. Inmitten von politischem Chaos muss Tai beweisen, wie sie mit der Unsicherheit über ihre eigene ethnische Identität konfrontiert ist. Der Film taucht in das zweideutige Konzept der Hautfarbe in Brasilien ein und erforscht die Spuren, die die koloniale Vergangenheit und die Familiengeschichte der Regisseurin hinterlassen hat.… >>>

  • Dauer: 29 Min.
  • Regie: Tai Linhares

Faltenrock

Was bedeutet Altern in einer Gesellschaft, in der die Menschen immer länger leben? Zwei junge Filmemacherinnen begleiten Stammgäste der Hamburger FALTENROCK-Partyszene, in der der Eintritt erst ab 60 Jahren erlaubt ist. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Alter ist immer auch eine Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Bildern davon. FALTENROCK möchte sich zwischen diesen Bildern bewegen und uns mit den eigenen Vorstellungen vom Rentendasein konfrontieren.… >>>

  • Dauer: 18 Min.
  • Regie: Leonie Kock,Janina Rasch

Demian

Wie geht es eigentlich weiter, wenn man abgeschoben wird? DEMIAN ist ein Film über Wandel und Anpassung, Optimismus und Pragmatismus – und vor allem ist Demian eine reale Person, ein junger Mensch, der sich in Doula, Kamerun, zwischen deutschen Abschlusszeugnissen, alten Fotos und unbeantworteten Anrufen neu organisieren muss.… >>>

  • Dauer: 9 Min.
  • Regie: Marc Sebastian Eils