Rift Finfinnee


Gloria Kino

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Rift Finfinnee

RIFT FINFINNEE nimmt die Betrachter*innen mit auf eine Reise durch die Peripherie der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. In streng komponierten Bildern und einem Soundtrack, der die ursprünglichen Gespräche auf komplexe Weise miteinander verwebt, nimmt der Film die konkrete Geographie, Architektur und den Alltag einzelner Land- und Bauarbeiter*innen im Osten von Addis Abeba (in Oromo: Finfinnee) als Ausgangspunkt für eine allegorische Erzählung über die Urbanisierung afrikanischer Gesellschaften am Rande des Bürger*innenkrieges. Der Film dokumentiert die ländlich-städtische Transformation des Weltraums und seine Folgen für das Zusammenleben am Beispiel von vier Siedlungen im Osten der schnell wachsenden äthiopischen Hauptstadt: Das Dorf Dingaja, die Sozialwohnsiedlung Bole Arabsa, die Ayat Condominiums und die Wohnanlage CCD Homes. Vier verschiedene Kulissen für den tiefgreifenden sozialen Wandel in Äthiopien, alle vier in Sichtweite voneinander, aber getrennt durch eine tiefe Kluft, die Stadt und Nichtstadt zwischen Gegenwart und Zukunft trennt, Oromo von Amhara: Die Schlucht des Akaki-Flusses. Eine einzige Fußgänger*innenbrücke überspannt diesen „Riss“, der nicht nur die geografische und administrative Grenze zwischen Stadt und Land darstellt, sondern sich auch in der symbolischen Kluft zwischen städtischem und ländlichem Leben manifestiert, die blutige Konflikte auslöst zwischen dem städtischen Amhara, dem politisch dominanten Tigray und den Oromo-Bauern und Bäuerinnen. Wenn sie die Brücke überqueren, um sich auf der anderen Seite niederzulassen, treffen sie repräsentativ eine Entscheidung für die Zukunft eines ganzen Kontinents – ländlich oder städtisch, digital oder analog, landwirtschaftlich oder industriell. (Daniel Kötter) Filmemacher Daniel Kötter setzt mit RIFT FINFINNEE sein Studium der städtischen Peripherie mit präzisen Schwenks, die erkunden und abtasten, sowie festen Einstellungen voller Poesie und brutaler Klarheit, fort. Ein cineastisches MUSS! (Cosima Lange)… >>>

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  • Dauer: 80 Min.
  • Regie: Daniel Kötter